© Tatjana Niezel/Ricore Text
Professor Z gut gelaunt...
Thomas Kretschmann zu "Cars 2"
© 20th Century Fox
Thomas Kretschmann
Ricore: Sie haben Professor Z sowohl im amerikanischen Original, als auch in der deutschen Fassung synchronisiert. Welche Unterschiede gibt es zwischen beiden Versionen?
Thomas Kretschmann: In der amerikanischen Synchronarbeit wird eigentlich nicht synchronisiert. Die Figuren werden hier direkt im Studio erarbeitet. Das wusste ich vorher nicht. Man gibt seine Version und legt diese anschließend den Animations-Künstlern vor. Diese lassen sich dann in der Figuren-Zeichnung von den Videos beeinflussen.
Ricore: Und in der deutschen Synchronisation?
Kretschmann: In den deutschen Fassungen spreche ich immer meine englischsprachigen Rollen. Das Problem dabei ist, dass man immer versucht, den Geist des Originals zu erhalten. Ich stehe dann mit Synchronregisseuren im Studio, die mir erklären wollen, was ich selber erarbeitet habe. Außerdem spricht man normalerweise mit professionellen Synchronsprechern. Deren Stimme ist viel klarer, lauter, technisch versierter und deutlicher als die von "normalen" Schauspielern. Man muss aufpassen, dass man im Verhältnis zu den anderen nicht zu vernuschelt wirkt. Insgesamt fühlt es sich für mich immer unnatürlich an, wenn ich mich in der deutschen Fassung synchronisiere.
Ricore: Fehlt Ihnen in Los Angeles manchmal etwas Deutsches?
Kretschmann: Es fehlt einem immer irgendetwas. Wenn ich in Deutschland bin, fehlt mir etwas aus L.A.. Bin ich in L.A. fehlt mir etwas aus Deutschland.