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Interview

Maximilian Brückner blickt nach vorn << Seite zurück

Die Honks unter sich in "Rubbeldiekatz"

Die Honks unter sich in "Rubbeldiekatz"

Filmreporter: Also kommt keiner und fragt, was Sie denn da wieder für einen blöden Film gedreht haben?

Brückner: Doch, die Leute sagen einem das. Aber das ist in Berlin ja genauso. Da kommt auch einfach einer von hinten und sagt was, wenn man grade im Laden ein Buch kauft.

Filmreporter: Ist Ihnen das schon passiert?

Brückner: Ja. Hin und wieder sagen die Leute, was sie gut oder schlecht fanden. Manchmal bin ich der gleichen Meinung, manchmal nicht. Das ist ok.

Filmreporter: Feiern Sie mit Ihren Geschwistern Weihnachten?

Brückner: Ja, mit der ganzen Familie.

Filmreporter: Haben Sie schon alle Geschenke?

Brückner: Wir wichteln. Früher bin ich arm geworden, wenn ich für alle Geschenke gekauft habe. Aber jetzt muss ich mir mein Geschenk natürlich genau überlegen, wenn jeder nur eins bekommt. Das muss dann passen. Aber die Mädchen haben meist bessere Ideen, als wir Jungs.

Filmreporter: Kann man sich die Dreharbeiten mit Detlev Buck wie einen turbulenten Kindergeburtstag vorstellen?

Brückner: Nein. Bei allem Spaß und schrägen Ideen, die man da hat, muss trotzdem das Tagespensum erreicht werden.


Maximilian Brückner und Melanie Winiger in "Resturlaub"

Maximilian Brückner und Melanie Winiger in "Resturlaub"

Filmreporter: Sie haben mehrfach mit Marcus H. Rosenmüller gedreht. Ist das eine kreative Partnerschaft oder Lokalpatriotismus?

Brückner: So viele bayerische Schauspieler in meinem Alter gibt es ja nicht. Er hat mit seinem Heimatfilm ja eine neue Sparte aufgemacht.

Filmreporter: Können Sie sich vorstellen, selbst mal Regie zu führen?

Brückner: Am Theater mache ich das jetzt ja.

Filmreporter: Was für ein Stück inszenieren Sie?

Brückner: "Magdalena" von Ludwig Thoma. Es ist ein Drama, das nur in einem Raum spielt. Die Tochter kehrt aus der Stadt zurück, wo sie Prostituierte war. Am Ende treiben es die Bürger so weit, dass der Vater schließlich seine Tochter ersticht. Ich stelle mir die Frage, wie ich so ein Thema zeitgerecht inszenieren kann.

Filmreporter: Aber Sie spielen nicht mit?

Brückner: Nein. Die Regie reicht mir völlig. So weit bin ich noch nicht, dass ich beides könnte.

Filmreporter: Vielen Dank für das Gespräch!

Willy Flemmer/Filmreporter.de - 13. Dezember 2011


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