© Michael Domke/Ricore Text
Für immer Liebe?
Romantische Rachel McAdams
Bei
Rachel McAdams muss man aufpassen. Angesichts ihres bezaubernden Lächelns kann man leicht den Verstand verlieren. In der Romanze "
Für immer Liebe" ist es
Channing Tatum, der einfach nicht genug von ihr kriegt. Die Liebe hält selbst, als McAdams ihr Gedächtnis verliert und sich nicht mehr an die gemeinsame Zeit erinnert. Im Gespräch mit
Filmreporter.de hat sie glücklicherweise nicht mit Gedächtnislücken zu kämpfen und spricht gut gelaunt über Romantik, Schauspielerei und Wahrhaftigkeit im Filmbusiness.
© Sony Pictures
Für immer Liebe
Ricore: Mit "Für immer Liebe" haben Sie einen ziemlich romantischen Film gedreht. Wie romantisch sind Sie?
Rachel McAdams: Ich bin ziemlich romantisch. Meine Eltern sind nach wie vor sehr ineinander verliebt. Dadurch bin ich mit viel Romantik aufgewachsen. Mein Vater hat meiner Mutter dauernd Blumen gekauft. Wir waren nicht wohlhabend, doch ich erinnere mich, wie er ihr eines Tages einen Diamantring geschenkt hat. An dem Tag waren mein Bruder, meine Schwester und ich ziemlich böse und meine Mutter war wohl drauf und dran, uns am Straßenrand auszusetzen [lacht]. Ich werde nie vergessen, wie mein Vater von der Arbeit nach Hause kam, ihr den Ring gab und sagte: "Du bist die Mutter meiner drei Kinder und du bist einfach unglaublich."
Ricore: Bei einem solchen Vorbild müssen Ihre Erwartungen ziemlich hoch sein.
McAdams: [lacht] Ich erwarte es nicht, doch es ist natürlich schön, wenn es so läuft.
Ricore: In "Für immer Liebe" müssen Sie in gewisser Weise zwei Persönlichkeiten spielen. Wie sind Sie an die Rolle herangegangen?
McAdams: Der Wechsel der Frisur hat dabei mehr geholfen, als man denken würde. Ich kann ihre Entwicklung gut nachvollziehen. Man verlässt das Zuhause, um seinen Horizont zu erweitern. Manche Leute tun das in einem sehr jungen Alter und bei Paige ist es etwas später dazu gekommen. Dabei lehnt sie ihre Vergangenheit ab. Trotz ihres Gedächtnisverlusts erwartet man, dass sie wieder mit Leo zusammenkommt, doch in gewisser Weise ist es eine Wiedervereinigung mit ihrer Familie. Diese unerwartete Entwicklung hat mir beim Lesen des Drehbuchs gefallen.
Ricore: Wie sehr haben Sie sich in den letzten Jahren verändert?
McAdams: Was ich an meinem Job liebe, sind die Dinge, die man beim Spielen anderer Leute über sich selbst lernt. Es gibt eine Menge 'Aha'-Momente. Ich habe gelernt, loszulassen. Speziell beim Film verlässt man sich sehr auf andere Menschen. Es ist eine Kunstform, der man nicht isoliert nachgehen kann. Dahinter steht wirklich eine große Maschinerie. Ich habe nicht nur gelernt, das zu akzeptieren, sondern auch mich daran zu erfreuen, was andere zu einer Szene beitragen, statt zu sehr an meinen eigenen Vorstellungen festzuhalten. Das ist auch fürs Leben eine tolle Lektion.