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In Düsseldorf verankert
Heike Makatschs Heimat
Die Zeiten beim Musiksender
VIVA sind lange vorbei. Inzwischen hat sich die quirlige Ex-Moderatorin
Heike Makatsch einen festen Platz im Schauspielgeschäft gesichert. Nach zahlreichen Rollen in Film und Fernsehen wird ihr in der
Hermann Hesse-Verfilmung "
Die Heimkehr" von den Bewohnern einer schwäbischen Ortschaft das Leben zur Hölle gemacht. Davon lässt sie sich jedoch nicht entmutigen und spricht im Interview mit
Filmreporter.de über ihre rheinischen Wurzeln, das Leben in der Öffentlichkeit sowie die schwierige Gratwanderung zwischen Schauspielerei und Mutterglück.
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Heike Makatsch
Ricore: In die "Die Heimkehr" kommt der Protagonist in seine Heimat zurück und fühlt sich entfremdet. Wie ist Ihr Verhältnis zu Düsseldorf?
Heike Makatsch: Düsseldorf begreife ich als meine Heimat. Wenn ich dorthin zurückkomme, habe ich immer das Gefühl, dass die Zeit stehen geblieben ist. Man kommt an die Ecken, an denen man jahrelang nicht war und es kommt einem vor, als sei es gestern gewesen. Auch wenn ich jetzt länger nicht da war, verbinde ich mit Düsseldorf ein sehr familiäres Gefühl, weil ich hier noch viele Freunde habe und es sehr prägende Jahre waren. Ich habe diese Zeit damals wie ein Schwamm aufgesogen. Düsseldorf ist ein guter Ort für die Herkunft.
Ricore: Können Sie sich vorstellen dauerhaft nach Düsseldorf zurückzukehren?
Makatsch: Im Moment nicht. Es existiert kein Lebensplan wo ich in Düsseldorf alt werden will, denn dafür gibt es noch zu viele andere schöne Orte auf der Welt.
Ricore: Katharina Entriß ist eine sehr belastbare Frau. Wie belastbar ist Heike Makatsch?
Makatsch: Ich bin auch sehr belastbar, aber ein Vergleich mit meiner Rollenfigur ist schwer, weil ich in einer anderen Zeit lebe, nicht allein bin, keine kranke Schwägerin zu pflegen habe und auch nicht von der Gesellschaft ausgegrenzt bin. Generell habe ich aber Verständnis für diese Form des nicht Dazugehörens. Mir sind Menschen nicht fremd, die für sich die Einsamkeit entdecken, weil Ihnen der Preis der Konformität zu hoch ist.