© Carlos Corbelle/Ricore Text
'Filmfestivals sind essentiell'
Nicolas Winding Refn in München
Nachdem
Nicolas Winding Refn bereits vor zwei Jahren auf dem
Filmfest München zu Gast war, wird ihm 2012 eine Hommage zuteil. Unter anderem kommt das Festivalpublikum in den Genuss seines Debütfilms "
Pusher". Nach der Aufführung seines Regieerstlings nahm sich der dänische Filmemacher spontan Zeit für ein kurzes Interview mit
Filmreporter.de.
© Universum Film
Drive
Ricore: Was dachten Sie, als Sie Ihren Debüt-Film "Pusher" zum ersten Mal auf der Leinwand gesehen haben?
Nicolas Winding Refn: Das war eine große Sache. Ich dachte mir aber, dass ich beim nächsten Mal eine noch größere Sache machen müsste.
Ricore: Was denken Sie über den Film, wenn Sie ihn heute betrachten?
Refn: Ich denke nicht, dass er heute veraltet wirkt. Das gilt höchstens für einige technische Aspekte.
Ricore: Sie sind dieses Jahr nicht zum ersten Mal auf dem Filmfest München. Was zeichnet das Festival Ihrer Meinung nach aus?
Refn: Das Wetter ist gut, die Menschen sind nett und das Programm hat viel zu bieten.
Ricore: Werden Sie sich selbst einige Filme während des Festivals anschauen?
Refn: Dazu habe ich leider keine Zeit. Ich bin diesen Morgen hier angekommen und reise morgen bereits wieder ab.
Ricore: Wie wichtig waren Festivals für Ihre Karriere?
Refn: Filmfestivals sind essentiell. Sie geben einem die Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Welche Möglichkeit hätte man sonst, sich zu zeigen?
Ricore: Für Ihren Thriller "Drive" wurden Sie auf dem Cannes-Festival 2011 als bester Regisseur ausgezeichnet. Genre-Filme kriegen leider nicht oft diese Art von Anerkennung...
Refn: Genre-Filme haben es immer schwer. Die meisten Leute erkennen nicht, dass es sich dabei um eine Kunstform handelt, so auch in Europa. Das sollte sich ändern.
Ricore: Vielen Dank für das Gespräch.