Interview

Anna Brüggemann im ARD-Film "Eine Nonne zum Verlieben"
'Enge Beziehungen sind uns immanent'

Anna Brüggemann mag es gemütlich

In "3 Zimmer/Küche/Bad" spielt Anna Brüggemann eine junge Frau, die ein ums andere Mal Ursache von Beziehungskonflikten wird. Filmreporter.de hat sich mit der 31-Jährigen auf dem Filmfest München getroffen, wo die Komödie uraufgeführt wurde. Wir haben sie über ihre Ansicht von Beziehungen befragt und erfahren, dass sie sehr wohl an eine stabile Partnerschaft glaubt. Romantisch sei sie deswegen aber nicht. Vielmehr sei das eine höchst pragmatische Auffassung.
Von  Willy Flemmer/Filmreporter.de,  5. Oktober 2012

3 Zimmer/Küche/Bad

3 Zimmer/Küche/Bad

Prominenz an der Isar
Wir schreiben den 3. Juli 2012. Nachdem sich Deutschland und Europa zwei Tage zuvor von der Europameisterschaft verabschiedet haben, darf sich München endlich ganz aufs Filmfest konzentrieren. Neben Hollywood-Prominenz - unter anderem waren James Franco, Melanie Griffith und Todd Haynes geladen -, haben sich auch etliche heimische Filmemacher an der Isar eingefunden. Eine von ihnen ist Schauspielerin und Drehbuchautorin Anna Brüggemann. Sie stellt in München stellt "3 Zimmer/Küche/Bad" vor, eine Ensemble-Komödie über acht junge Menschen, die ihre Partner so oft wechseln, wie ihre Wohnorte. Unter der Regie von Brüggemanns Bruder Dietrich Brüggemann entstand das Porträt einer rastlosen Gesellschaft, die auf der Suche nach einem festen Anker im Leben ist.

Über den geglückten Film, dem es erstaunlich gut gelingt, seine mäandernde Geschichte in den Griff zu bekommen, hat Filmreporter.de Anna Brüggemann befragt. Erneut hat die 1981 geborene Schauspielerin eine der tragenden Rolle gespielt und mit ihrem Bruders nach "Neun Szenen" und "Renn, wenn Du kannst" erneut auch am Drehbuch mitgeschrieben. Als Nachwuchsdarstellerin kann man die Wahlberlinerin eigentlich nicht mehr bezeichnen. Zu lang ist die Zahl der Filme, in denen sie mitwirkte. Neben denen ihres Bruders war sie in so prestigeträchtigen Produktionen wie dem Vater-Sohn-Kammerspiel "Bergfest" von Florian Eichinger oder "Mitte Ende August", Sebastian Schippers freier Adaption von Johann Wolfgang von Goethes "Wahlverwandtschaften" zu sehen. Genug, um sich etwas einzubilden. Uns begegnet aber nur Bescheidenheit und Natürlichkeit, als wir die 31-Jährige zum Gespräch nach der Weltpremiere von "3 Zimmer/Küche/Bad" treffen.

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