© Jean-François Martin/Ricore Text
Aaron Eckhart liebt Europa
Ich bin kein Künstler
Mein seinem erfrischenden Auftritt als Tabaklobbyist in "
Thank You for Smoking" hat sich US-Schauspieler
Aaron Eckhart ins Bewusstsein des Publikums gespielt. Nun hat ihn Regisseur
Brian De Palma mit einer Hauptrolle in seinem neuesten Film bedacht. In der Bestsellerverfilmung "
The Black Dahlia" versucht der 38-Jährige hinter die Gründe für den Mord an einem Hollywoodstarlet zu kommen.
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Aaron Eckhart bei der Black Dahlia-Premiere in Venedig
Ricore: Kleinkriminelle, Gewalt und Lügner. Darum geht es in Brian De Palmas Bestsellerverfilmung "The Black Dahlia". Mögen Sie Krimis?
Aaron Eckhart: Ich liebe Spionagefilme wie "
Die Bourne Identität" und "
Ronin". Deshalb würde ich gerne mal einen Film drehen, der in allen großen europäischen Hauptstädten spielt.
Ricore: "The Black Dahlia" ist zumindest ein erster Schritt in diese Richtung: Der Film wurde fast ausschließlich in Bulgarien gedreht. Ist es eine bewusste Entscheidung, regelmäßig in Europa zu drehen?
Eckhart: Ich bin während meiner Jugend in London aufgewachsen und habe später in Frankreich und der Schweiz gewohnt. Ich liebe Europa, habe das Gefühl, dass es ein Teil von mir ist. Ich würde gerne mehr in Europa drehen, und das sage ich nicht nur, weil in Ländern wie Prag oder Bulgarien die Kosten einfach niedriger sind. Auch Italien, Frankreich und Deutschland könnte ich mir als Drehort sehr gut vorstellen.
Ricore: Was mögen Sie an Europa?
Eckhart: Den Charme der unterschiedlichen Kulturen und die Tatsache, dass überall die Geschichte mitschwingt. Ich will das nicht im Vergleich zu Amerika werten, da ich amerikanischer Staatsbürger bin und auch dieses Land seine guten Facetten hat. Aber Europa hat mich schon immer gereizt.
Ricore: Was haben Sie getan, um in "The Black Dahlia" glaubwürdig zu wirken?
Eckhart: Es gibt zu Beginn des Films eine ziemlich heftige Boxszene zwischen mir und
Josh Hartnett. Darauf habe ich mich monatelang mit einem Trainer vorbereitet. Auch wenn die ganze Szene bis ins Detail choreographiert wurde, wussten wir manchmal nicht, wann genau welcher Schlag wo treffen wird. Ich habe Josh ganz schön verprügelt.