© Tzveta Bozadjieva
Oscarpreisträger Volker Schlöndorff äußerte sich in einem Interview in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 2. Dezember 2008 abfällig über das DEFA-Filmschaffen. Daraufhin reagierte der Progress Film-Verleih und die DEFA-Stiftung mit einem offenen Brief an den Regisseur. Bisher unterzeichneten diesen 120 Filmschaffende.
11. Dez 2008: Ausgangspunkt der Diskussion war Schlöndorffs Aussage: "Den Namen Defa habe ich abgeschafft, die Defa-Filme waren furchtbar. Die liefen damals in Paris, wo ich studierte, nur in Kinos der kommunistischen Partei. Wir sind da rein gegangen und haben gelacht. Der Name musste weg. Bei der Defa hat alles vor sich hingesuppt. Das Studio stand auf der Kippe, die Mitarbeiter mussten lernen, sich an den Kunden zu orientieren." Der Regisseur bezieht sich dabei auf seine Zeit als Geschäftsführer der Studios Babelsberg von 1992 bis 1997. Am 9. Dezember nahm er in einem MAZ-Leserbrief Stellung zu seiner Aussage. Er meinte, man müsse seine Aussage mit der epischen Übertreibung eines Autors lesen, dann würde man es auch richtig verstehen. Der Progress Film-Verleih und die DEFA-Stiftung warfen Schlöndorff im offenen Brief nun Unkenntnis und mangelnden Respekt gegenüber den DEFA-Filmen vor. Unter den Erstunterzeichnern befinden sich Prof. Jürgen Haase (Geschäftsführer Progress Film-Verleih), Helmut Morsbach (Vorstand der DEFA-Stiftung), Andreas Dresen, Michael Gwisdek, Armin Mueller-Stahl, Jutta Hoffmann sowie Jochen Krausser.
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