Tobis Film
Timothée Chalamet in "Marty Supreme" (2025)
Marty Supreme
Originaltitel
Marty Supreme
Regie
Darsteller
Medium
Digital (download)
Im Handel ab
12.05.2026 bei TOBIS Film
Kinostart Deutschland
Marty Supreme
Genre
Komödie
Land
USA, Finnland
Jahr
2025
FSK
ab 12 Jahren
Länge
150 min.
IMDB
|0 katastrophal
brillant 10|
7,0 (Filmreporter)
Es gibt noch keine Userkritik!
Extras: digital verfügbar bei Amazon Prime Video, Apple TV, YouTube, Sky, Videoload, Maxdome, Rakuten, Kino on Demand und Videobuster.
Rasant geschnittene, rastlose Komödie
Marty Mauser (Timothée Chalamet) hat 1952 einen Traum. Er will Tischtennis-Champion werden. Seine Familie erkennt dagegen eher sein Verkaufstalent und drängt ihn, das kleine Schuhgeschäft seines Onkels in New York zu übernehmen. Daher macht Marty seine Leidenschaft gemeinsam mit seinem Freund Wally (Tyler the Creator) bei nächtlichen Hinterhof-Tischtennisturnieren zu Geld. Die gewonnene Summe reicht bei weitem nicht, um zu einem Turnier in London zu reisen.
Um an das notwenige Kleingeld für das Ticket zu kommen, überredet Marty seinen schüchternen Kollegen Lloyd, Geld auf dem Tresor des Geschäfts zu stehlen. In London erreicht er überraschend das Finale, das er gegen den Japaner Endo verliert. Sein Charisma und seine Erfolge verschaffen ihm eine Affäre mit der alternden Filmdiva Kay Stone (Gwyneth Paltrow), deren steinreicher Mann zu Martys Sponsoren gehört. Der hat jedoch ganz eigene Vorstellungen von den kommenden Matches. Marty soll sie gegen Endo verlieren.
Um an das notwenige Kleingeld für das Ticket zu kommen, überredet Marty seinen schüchternen Kollegen Lloyd, Geld auf dem Tresor des Geschäfts zu stehlen. In London erreicht er überraschend das Finale, das er gegen den Japaner Endo verliert. Sein Charisma und seine Erfolge verschaffen ihm eine Affäre mit der alternden Filmdiva Kay Stone (Gwyneth Paltrow), deren steinreicher Mann zu Martys Sponsoren gehört. Der hat jedoch ganz eigene Vorstellungen von den kommenden Matches. Marty soll sie gegen Endo verlieren.
Marty Reismans Autobiografie "The Money Player" stand Pate für dieses Sport-Drama von Joshua Safdie. Er und sein Bruder Ben ("The Smashing Machine") gehen seit kurzem getrennte berufliche Wege. Für ihren Soloeinstieg wählten beide Porträts von ehrgeizigen Sportlern, die sich selbst allzu oft im Wege stehen. Für das Genre, das sonst eher die bekannten Namen der Sieger ins Zentrum stellt, ein neuer Ansatz.
Der rasant geschnittene und rastlos wirkende Film baut auf Timothée Chalamets Spiel und Charme. Unverkennbar will er weg vom Image des introvertierten, schüchternen, in sich gekehrten Typen. Marty ist hyperaktiv, extrem selbstbewusst und egozentrisch - bis zur Grenze des Ertragbaren. Ein Schlawiner, der meint, mit jeder Lüge und Schummelei durchzukommen, der Menschen rücksichtslos ausnutzt um sie dann fallen zu lassen. Er ist ein Verrückter, der den Bezug zur Realität verliert und scheitern muss. Safdie hat erneut ein gutes Händchen bei Besetzung und Schauspielführung.
Wobei ihn die Kamera brillant unterstützt, die Martys bei seinem rasanten Ritt ständig folgt und in Bewegung ist. Der Zuschauer wird im wahrsten Sinne des Wortes in Martys Welt und sein Denken hineingezogen. Zugleich wird sein Schicksal in ein optisch-düsteres und atmosphärisch-stimmiges Zeitbild der USA jener Ära - Stone erinnert an das Schicksal der klassischen Hollywood Diven jener Ära und ehrt Grace Kelly. Nur dass sie wieder auf der Bühne stehen will. Marty gehört zu den Millionen, die an den Amerikanischen glauben und alles tun, um ihn zu leben. Doch dann steckt er mitten im System fest.
Der rasant geschnittene und rastlos wirkende Film baut auf Timothée Chalamets Spiel und Charme. Unverkennbar will er weg vom Image des introvertierten, schüchternen, in sich gekehrten Typen. Marty ist hyperaktiv, extrem selbstbewusst und egozentrisch - bis zur Grenze des Ertragbaren. Ein Schlawiner, der meint, mit jeder Lüge und Schummelei durchzukommen, der Menschen rücksichtslos ausnutzt um sie dann fallen zu lassen. Er ist ein Verrückter, der den Bezug zur Realität verliert und scheitern muss. Safdie hat erneut ein gutes Händchen bei Besetzung und Schauspielführung.
Wobei ihn die Kamera brillant unterstützt, die Martys bei seinem rasanten Ritt ständig folgt und in Bewegung ist. Der Zuschauer wird im wahrsten Sinne des Wortes in Martys Welt und sein Denken hineingezogen. Zugleich wird sein Schicksal in ein optisch-düsteres und atmosphärisch-stimmiges Zeitbild der USA jener Ära - Stone erinnert an das Schicksal der klassischen Hollywood Diven jener Ära und ehrt Grace Kelly. Nur dass sie wieder auf der Bühne stehen will. Marty gehört zu den Millionen, die an den Amerikanischen glauben und alles tun, um ihn zu leben. Doch dann steckt er mitten im System fest.

Tobis Film
Odessa A’zion & Timothée Chalamet in "Marty Supreme" (2025)
