Sony Pictures Entertainment
Blue Moon (2025)

Blue Moon

Originaltitel
Blue Moon
Regie
Richard Linklater
Darsteller
Ethan Hawke, Margaret Qualley, Bobby Cannavale, Andrew Scott, Giles Surridge, Patrick Kennedy
Kinostart:
Deutschland, am 26.03.2026 bei Sony Pictures
Genre
Biographie
Land
USA, Irland
Jahr
2025
Länge
100 min.
IMDB
IMDB
Homepage
www.bluemoonfilm.de
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brillant  10|
6,0 (Filmreporter)
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Künstlerbiografie von Richard Linklater
Lorenz Hart (Ethan Hawke) ist verzweifelt. Gemeinsam mit Richard Rodgers (Andrew Scott) gehört er in den 1920er-Jahren zu den Sternen am Broadway. Mittlerweile ist er nicht mehr gefragt und ertränkt seine Neurosen wegen seiner Kleinwüchsigkeit und seiner Glatze schon zu lange und zu oft im Alkohol.

Rodgers schreibt mit seinem neuen Partner Oscar Hammerstein (Simon Delaney) das Musical "Oklahoma", das am 31. März 1943, seine Premiere feiert. Während der Aufführung treffen die einstigen Partner im New Yorker Restaurant Sardi's aufeinander.
Richard Linklater legt 2025 zwei Künstlerbiografien vor. "Blue Moon" feiert im Wettbewerb der Berlinale 2025 seine Premiere. Der Film zeigt die letzten Stunden eines Künstlers. In "Nouvelle Vague", wenige Wochen später in Cannes uraufgeführt, beschreibt die Dreharbeiten von Jean-Luc Godards "Außer Atem", der Geburtsstunde der gleichnamigen innovativen Stilrichtung, die nicht nur das französische Kino jahrelang prägt und beeinflusst.

Der Titel dieses Films erinnert an den gleichnamigen Evergreen des Duos Rodgers und Hart (Komponist Richard Rodgers und Liedtexter Lorenz Hart) aus dem Jahr 1933. Die Handlung konzentriert Linklater auf engstem Raum, die gesamte Inszenierung ähnelt einer Theateraufführung. In diesem Ambiente muss er dann auch auf brillante Schauspieler und Schauspielerinnen setzen, die sich mit geschliffenen Dialogen die Bälle zuwerfen.

Ethan Hawke verschwindet äußerlich hinter seiner Maske, trotzdem lockt er die Seele von Hart hervor. Sein Unverständnis, seine Verzweiflung sind spürbar, ebenso seine Unfähigkeit, seinen eigenen Beitrag zur Situation anzuerkennen. Er träumt davon, dass alles wieder so wird, wie es einst war. Während Rodgers ihm unmissverständlich die Gründe für die Trennung klar macht.

Das ist großes Schauspiel, das nie langweilt, und einen gnadenlosen Blick auf die Gesetze Showbizz wirft, während der Film an einen beinahe vergessenen Ausnahmekünstler erinnert.
Katharina Dockhorn/Filmreporter.de
Sony Pictures Entertainment
Jonah Lees, Ethan Hawke, Blue Moon (2025)
2026