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Das Weihnachts-Ekel

Das Weihnachts-Ekel

Originaltitel
Das Weihnachts-Ekel
Regie
Joseph Vilsmaier
Darsteller
Reinhard Forcher, Günther Lieder, Elfriede Trieb, Reinhard Forcher, Günter Lieder, Petra Berndt
Kinostart:
Deutschland, bei
Genre
TV-Film
Land
Deutschland, Österreich
Jahr
2006
Länge
90 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
4,0 (Filmreporter)
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Beschwingte Komödie von Joseph Vilsmaiers
Robert Lahnstein (Fritz Wepper) ist ein arroganter, überheblicher und präpotenter TV-Kommentator. Er vergrault nicht nur seine Mitmenschen, sondern verhält sich selbst zu seinem Sohn distanziert. Das verlogene Weihnachtsfest kann er schon gar nicht ausstehen und so zieht er sich wie jedes Jahr in eine einsame Berghütte in den Tiroler Alpen zurück. Ein plötzlich aufkommender Schneesturm durchkreuzt jedoch seine Pläne. Auf der Suche nach Unterschlupf findet er sich inmitten einer illustren Weihnachtsgesellschaft in einem Stall wieder, die ebenfalls Zuflucht vor den Schneemassen suchten. Die hochschwangere Simone Jacob (Kristina Sprenger), der Geldbote Thomas Sattler (Michael Roll) samt Sohn Moritz (Oskar Weiskopf) sowie die mexikanische Tänzerin Felicitas Fernandez (Julia Cencig) sind fortan den Launen des zynischen Mannes ausgesetzt. Mit seinen bösen Kommentaren verschont Lahnstein selbst die Pensionistin Rita Waltleitner (Ruth Drexel) nicht.
In der TV-Komödie "Ein Engel namens Hans-Dieter" im Jahr 2004 konnte Fritz Wepper bereits Erfahrung als Weihnachtsekel sammeln. Zwei Jahre später verteufelt er, dieses Mal als Zyniker Robert Lahnstein, das verlogene Weihnachtsfest. Selbst dem eingefleischten Weihnachtsfan vergeht durch diverse Schimpfattacken die Vorfreude auf das Fest der Liebe. Nichts desto trotz mengte Regisseur Joseph Vilsmaier dem Charakter eine sympathische Note bei. Ob die im Stall Zuflucht Suchenden als trauriges Krippenspiel beschrieben werden oder der Protagonist einen selbst gekauften Weihnachtsbaum durch den Wald schleppt, der Zuschauer amüsiert sich in fast jeder Minute der Komödie. Das Schönste dabei sind die leisen, sich anbahnenden Weihnachtsgefühle. Da stört es nur wenig, dass die Charaktere einfach gestrickt und die Handlung äußerst vorhersehbar ist. Und da Weihnachtsfilme generell keine hohen Ansprüche erfüllen, erhellt "Das Weihnachtsekel" einen netten Adventabend. Mehr jedoch auch nicht.
Andrea Niederfriniger, Filmreporter.de
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