Lemon Tree
Arsenal Filmverleih
Lemon Tree

Lemon Tree

Originaltitel
Etz Limon
Genre
Drama
Land /Jahr
Israel, Deutschland, Frankreich 2008
 
100 min, ab 6 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
02.10.2008 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz | Kino Österreich ) bei Arsenal Filmverleih
Regie
Eran Riklis
Darsteller
Hiyam Abbas, Michael Warshaviak, Ayelet Robinson, Loai Nofi, Makram Khoury, Jamil Khoury
Homepage
http://www.lemontreemovie.com
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
5,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsTrailerGalerieInterviewDVDs
Palästinenserin kämpft um ihren Zitronenhain
Der Witwe Salma (Hiyam Abbas) ist nichts geblieben, als der Zitronenhain, den ihr Vater vor 50 Jahren angepflanzt hat. Als nun ausgerechnet der israelische Verteidigungsminister ein Haus neben dem Hain bezieht, werden die harmlosen Bäume zum Sicherheitsrisiko. Damit Terroristen dort keine Deckung finden können, soll er abgeholzt werden. Doch Salma wehrt sich gegen die Willkür der Besetzer und zieht bis vor Israels Obersten Gerichtshof.
Die symbolträchtige Geschichte einer Palästinenserin, die von ihrem Grund und Boden vertrieben wird, macht den Nachbarschaftskonflikt zur Parabel für die Probleme des besetzten Palästinas. Eran Riklis treibt die Entsprechungen so weit, dass er einen Zaun um den Hain ziehen lässt, wie er an den israelisch-palästinensischen Grenzen errichtet wurde. Wie in der Realität schürt der Zaun die Feindseligkeiten mehr, als dass er sie unterbinden würde. Trotzdem ist \"Etz Limon\" primär kein Problemfilm. Unbeschwerte Szenen und eine eindrucksvolle Hiyam Abbas als stolze und mutige Palästinenserin sorgten dafür, dass er auf der Berlinale 2008 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Vertrocknete Zitronenbäume geben ein trauriges Sinnbild für die unnötige Zerstörung ab. Leider genügt sich der Film damit, die Parabel über 100 Minuten Länge auszuschmücken. Weil eine Entwicklung der Charaktere verzichtet wird, muss eine kitschige Liebesgeschichte herhalten, die Handlung aufzublähen. Der ruhige Film ist an einigen Stellen mit überzogenen Gesten und unpassendes Pathos besetzt. Seine politischen Implikationen sind tendenziös, sein Witz beißt sich mit der Grundstimmung des Dramas. Schade eigentlich.
André Weikard/Filmreporter.de
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