Sony
Prom Night

Prom Night

Originaltitel
Prom Night
Regie
Nelson McCormick
Darsteller
Brian Oblak, Jen Talarico, David Kaufman, Ross Partridge, Jacqueline Herrera, Hugh Scott
Kinostart:
Deutschland, am 05.06.2008 bei Sony Pictures
Kinostart:
Österreich, am 05.06.2008 bei Sony Pictures Filmverleih
Genre
Horror
Land
USA, Kanada
Jahr
2008
FSK
ab 16 Jahren
Länge
88 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
5,0 (Filmreporter)
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Solides Horror-Remake in klassischer Hitchcock-Man
Donna (Brittany Snow) freut sich auf die Prom Night, den Abschlussball ihrer Highschool. Endlich will sie die dunkle Vergangenheit hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Noch immer leidet sie unter den Erinnerung an den Psychopathen (Johnathon Schaech), der vor einigen Jahren ihre ganze Familie brutal ermordet hat. Just in dieser Nacht entkommt der Killer aus dem Gefängnis. Er macht sich sofort daran, da weiterzumachen, wo er damals aufgehalten wurde.
"Prom Night" 2008 ist ein Remake des kanadischen Splatter-Movies von 1980. Der kam schon damals so gut beim Publikum an, dass drei Fortsetzungen für die Leinwand produziert wurden. Gut zwanzig Jahre nach dem ersten Teil machte man sich an die Arbeit für die Neuverfilmung. Fast fünf Jahre wurde an dem neuen Skript gearbeitet, vier Autorenteams wurden verschlissen bis Regisseur Nelson McCormick ("Dr. House") zufrieden war. Um Blutspritzende Metzeleien sollte es diesmal nicht gehen. Der routinierte TV-Regisseur studierte stattdessen fleißig die Meister des Genres. Er sah sich etwa sämtliche Hitchcock-Klassiker noch einmal an.

Dem Film ist die Vorarbeit anzumerken. Konsequent erzeugt er Spannung dadurch, dass er den Zuschauer mit einem quälenden Informationsvorsprung ausstattet. Aber auch sonst erkennt der Genre-Freund viele gewohnte Tricks: Da sind die obligatorischen Spiegel in denen der Killer unvermittelt auftaucht, Kleiderschränke aus denen Leiche stürzen oder aufgescheuchte Vögel, die dank schriller Geräusche den Zuschauer zusammenzucken lassen. Eindrucksvoll ist vor allem die Kameraarbeit, die mit langsamen Schwenks Spannung erzeugt, um dann mit kurzen, schnellen Schnittwechseln zu schocken. Häufig wird das ambitionierte Instrument der Subjektiven Kamera angewandt, die zwischen der Perspektive des Täters und seines Opfers wechselt. Die Kulisse gibt ein Hotel ab, in dem die aufgeputzten Teens in hübschen Ballkleidern und Stöckelschuhen durch Treppenhäuser und lange Hotelflure gejagt werden. Der solide Horror-Thriller verärgert zwischenzeitlich mit der zweifelhaften Botschaft, wäre der Mörder hingerichtet worden, wäre es zu diesem zweiten Massaker nicht gekommen. Aber auch ohne die überflüssigen reaktionären Tendenzen ist "Prom Night" nur ein mittelmäßiges Gruselerlebnis. Es gelingt dem Remake weder atmosphärisch noch erzählerisch neue Akzente zu setzen.
André Weikard/Filmreporter.de
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2022