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Haus Bellomont

Originaltitel
The House of Mirth
Genre
Romanze
 
Großbritannien/Frankreich/Deutschland/USA 2000
 
140 min
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
13.09.2001 ( D ) bei Arthaus Filmverleih
 
 
Regie
Terence Davies
Darsteller
Clare Higgins, Gillian Anderson, Ralph Riach, Brian Pettifer, Philippe De Grossouvre, Trevor Martin
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
1 6,0(Filmreporter)
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Haus BellomontWinkler Film
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten

Beklemmendes Drama über Liebe und Käuflichkeit

New York City, in der Zeit der Belle Époque. Lily Bart (Gillian Anderson) ist auf der Suche nach einem wohlhabenden Ehemann. Die finanzielle Unterstützung ihrer Tante und die kleine Erbschaft ihrer Eltern reichen nicht mehr aus, um ihr ein Leben in der High Society zu ermöglichen. Doch Lily würde gerne aus Liebe heiraten und die Wahl ihres Herzens ist der Anwalt Lawrence Selden (Eric Stoltz). Doch der mittellose Rechtswissenschaftler vergnügt sich lieber mit der verheirateten High Society-Lady Bertha Dorset (Laura Linney). Als Lily davon erfährt, will sie ihr Leben selbst in Hand nehmen. Ihr Bekannter Augustus 'Gus' Trenor (Dan Aykroyd) soll für sie Geld auf der Börse anlegen und so ihr kleines Vermögen mehren. Doch der verheiratete Gentleman hilft ihr nicht aus altruistischen Gründen. Als Lily sich ihm verweigert, kommt sie in eine schwierige Situation. Die Gerüchte über eine Affäre mit dem verheirateten Gus kompromittieren sie und Lily fällt in Ungnade bei ihren einstigen Freunden. Nicht einmal ihre Tante will sie vor dem sozialen Abstieg retten.


Regisseur Terence Davies inszeniert sein historisches Drama nach dem Roman der Schriftstellerin Edith Wharton (1862-1937). Mit ihren Büchern über die oberen Schichten der Gesellschaft hat sich die Amerikanerin den Ruf eines kritischen und spöttischen Geists erworben. In der filmischen Adaption aus dem Jahr 2000 ist der ironisierende Ton stark zurückgenommen. Im Zentrum steht die Figur der stolzen Lily Barth und ihre unglückliche Liebe zu dem mittellosen Anwalt Lawrence Selden. Die ungeschriebenen Gesetze der High Society und ihr Idealismus werden ihr zum Verhängnis. "Akte X"-Star Gillian Anderson gelingt eine beeindruckende Leistung. In vielen Nahaufnahmen versucht die Kamera, jede Regung ihrer Gefühlswelt einzufangen und Anderson haucht ihrer Figur Disziplin, Verzweiflung, Liebe, Stolz und Reue ein. Davies ist ein Psychogramm mit ungewöhnlicher Tiefe gelungen. Die Handlung erstreckt sich über 140 Minuten, einige Durchhänger stören das Gesamtergebnis wenig. Optisch überzeugendes Drama, das seine Zuschauer auch emotional einfängt.
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