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Der große Japaner - Dai-Nipponjin

Der große Japaner - Dainipponjin

Originaltitel
Dai-Nipponjin
Alternativ
Der große Japaner - Dai-Nipponjin (Schreibweise)
Regie
Hitoshi Matsumoto
Darsteller
Ryushin Tei, Ryôji Okamoto, Daisuke Miyagawa, Takayuki Haranishi, Hiroyuki Miyasako, Itsuji Itao
Kinostart:
Deutschland, am 17.07.2008 bei Rapid Eye Movies
Kinostart:
Österreich, am 01.08.2008 bei
Genre
Tragödie
Land
Japan
Jahr
2007
FSK
ab 12 Jahren
Länge
113 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
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Riesenkraken und Zyklopen in lustiger Pseudo-Doku
Masaru Daisatou (Hitoshi Matsumoto) erzählt gelassen, warum er immer einen Regenschirm dabei hat. Er berichtet von seiner Arbeit - und dass er ruhig mehr verdienen könne. Sein Gesprächspartner ist nicht im Bild, wir hören nur seine Stimme. Daisatou berichtet weiter, dass er getrennt von seiner Frau und ihrer gemeinsamen Tochter lebe. Gelegentlich kämen streunende Katzen zum Essen. Über der Tür ist zu lesen "Departement of Monster Prevention". So wird uns der Protagonist in den ersten zehn Minuten vorgestellt. Bis jetzt erscheint der Alltag von Daisatou einsam und unspektakulär. Tatsächlich sieht sein Leben jedoch anders aus. Als Superheld namens "Der große Japaner" kämpft er gegen Riesenkraken, Zyklopen oder einbeinige Hüpfmonster. Bereits in der sechsten Generation führt er die Tradition seiner männlichen Vorfahren fort. Mit Strom und geheimen Ritualen verwandelt er sich zum Superheld und kämpft gegen mächtige Kreaturen.
"Der große Japaner - Dai-Nipponjin" ist eine Mischung aus Computeranimation, Pseudo-Dokumentation und Science Fiction. Die Hauptrolle hat Regisseur und Komödiant Hitoshi Matsumoto gleich selbst übernommen. Die Identifikation mit seinem Werk war so groß, dass er seinen Namen auf Hitosi Matumoto geändert hat. Zu Beginn des Films stellt er den Titelcharakter Masaru Daisatou im dokumentarischen Stil vor. Sein computeranimiertes Abbild erinnert an ein Riesenbaby - dieser Eindruck wird nur durch die auffälligen Tätowierungen und seine Muskelpakete etwas abgeschwächt. Die Story ist wenig voraussehbar und beinhaltet einige Überraschungen. Die Vorbereitungen für die aufwendige Produktion dauerten fünf Jahre, ein weiteres Jahr die Dreharbeiten. Dabei waren die Macher sehr bedacht, den Inhalt vor der Öffentlichkeit geheim zu halten. Schließlich wollten sie ihr Publikum überraschen - und das ist ihnen auch gelungen. Auf dem Filmfestival von Cannes 2007 war der Genre-Mix ein Highlight. Dennoch bleiben am Ende offene Fragen. So wird dem Zuseher keine Erklärung für Gegenstände gegeben, die während eines Gesprächs mit dem Protagonisten lautstark durch das Fenster knallen. Auch das Auftauchen amerikanischer Roboter scheint inhaltlich nicht motiviert und lässt Raum für eigene Interpretation. Für Liebhaber außergewöhnlicher Werke insgesamt ein empfehlenswerter Film.
Barbara Mayr/Filmreporter.de
"Der große Japaner - Dai-Nipponjin" ist eine Mischung aus Computeranimation, Pseudo-Dokumentation und Science Fiction. Die Hauptrolle hat Regisseur...
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Der große Japaner - Dainipponjin
2022