Neue Visionen
Der Himmel über Berlin

Der Himmel über Berlin

Originaltitel
Der Himmel über Berlin
Regie
Wim Wenders
Darsteller
Bruno Ganz, Solveig Dommartin, Otto Sander, Curt Bois, Peter Falk, Hans Martin Stier
Kinostart:
Deutschland, am 29.10.1987 bei Filmverleih Die Lupe
Kinostart:
Deutschland, am 03.05.2007 bei Filmverleih Die Lupe
Kinostart:
Deutschland, am 12.04.2018 bei StudioCanal Germany
Genre
Fantasy
Land
Frankreich, Deutschland
Jahr
1987
FSK
ab 6 Jahren
Länge
127 min.
IMDB
IMDB
Homepage
http://www.neuevisionen.de/index.php?http://www.neuevisionen.de/einzelfilm.php?id=365
|0  katastrophal
brilliant  10|
8,0 (Filmreporter)
7,3 (6 User)
Wim Wenders ausdrucksstarkes Filmwerk
Damiel (Bruno Ganz) und Cassiel Otto Sander) sind Engel. Sie ziehen seit dem zweiten Weltkrieg durch Berlin. Sie können die geheimsten Gedanken der Menschen lesen. Zwar sind sie für die Sterblichen unsichtbar, spenden aber allein durch ihre Anwesenheit Trost. Anders als ihre Schützlinge können Damiel und Cassiel keine Farben sehen, nichts riechen, mit ihren Händen keine Gegenstände fühlen.

Sie sehen die Welt in schlichtem schwarz-weiß. Sie atmen auch keine Luft, denn sie sind ja unsterblich. Doch Damiel verliebt sich in die attraktive Trapezkünstlerin Marion (Solveig Dommartin). Sie kann ihn wie all die anderen Leute nicht sehen. Nur ein zum Mensch gewordener Engel versteht Damiels Dilemma. Einst entschied er sich die Welt der Unsterblichkeit gegen die Liebe einzutauschen. Er verrät Damiel den Weg, den er gehen muss, um ein Mann aus Fleisch und Blut zu werden. Doch Damiel ist sich nicht bewusst, was genau ihn in der Sphäre der Menschen erwartet.
Wim Wenders schuf das ausdrucksstarke Filmwerk ohne Drehbuch. Bis zum Schluss hatte er keine genaue Vorstellung, wie das fertige Resultat genau aussehen würde. Er selbst umschreibt das Projekt als eines, dass "völlig aus dem Bauch heraus" geschaffen wurde. Die Dialoge der Engel setzen sich aus poetischen Worten zusammen. Zudem ziehen sich die Gedanken eines Erzählers wie ein roter Faden durch die Handlung - inspirieren lies sich Wenders durch Rainer Maria Rilkes Werke.

Gelungen ist ihm insbesondere der Kontrast der zwei Welten, die sich durch Schwarz-Weiß- und Farbbilder unterscheiden. Beeindrucken ist die Darstellung des zum Mann gewordenen Engels durch Bruno Ganz. Seine schauspielerische Herausforderung bestand auch darin, alltägliches wie schmecken, riechen und fühlen einen neuen Zauber zu geben. Das außergewöhnlich poetische Drama unterstreicht seine tiefere Bedeutung auch formal durch die exzellente Kameraführung. Die Auszeichnung als "Bester Regisseur" in Cannes 1987 hat sich Wenders redlich verdient. Die Hollywood Neuverfilmung "Stadt der Engel" (1998) kann mit dem Original keineswegs mithalten.
Viola Wich/Filmreporter.de
Die Engel Damiel (Bruno Ganz) und Cassiel (Otto Sander) ziehen durch Berlin, beobachten deren Bewohner. Sie können selbst die heimlichsten Gedanken...
Hier ist der Trailer zu zur 2018 restaurierten Fassung von Wim Wenders' Klassiker
 
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2022