Epix
Vergeltung der Verdammten

Vergeltung der Verdammten

Originaltitel
Left for Dead
Regie
Albert Pyun
Darsteller
María Alche, Soledad Arocena, Andrés Bagg, Javier De la Vega, Adnen Helali, Oliver Kolker
Kinostart:
Deutschland, bei
Genre
Western, Horror
Land
Argentinien, USA
Jahr
2007
FSK
ab 18 Jahren
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
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Stilfreier Trash-Mix aus Horror und Western
Mexiko im Jahr 1880. Lockhardt (Andres Bagg), seines Zeichens Prediger der Kleinstadt Amnesty beendet seine Beziehung mit der örtlichen Hure. Der Kummer vernebelt die Sinne der sündigen Dame. Im Blutrausch ermordet sie mit ihrer Bande aus anderen Prostituierten alle übrigen Frauen und Männern der Stadt. An ein Gittertor gefesselt, schließt der Verkündiger von Gottes Wort einen Vertrag mit dem Teufel. Sein Geist soll in der Hoffnung weiterleben, dass er Rache an der seiner wahnsinnig gewordenen Geliebten nehmen kann. 15 Jahre später ist aus der ehemals florierenden Stadt Amnesty ein trostloser Ort geworden. Keiner kommt lebendig aus der Ortschaft heraus, dafür sorgt der Rachelüsterne Priester. Auf der Flucht vor dem Gesetz versteckt sich Bandit Blake (Javier de la Vega) eben in dem verlassenen Geisterstädtchen. Kopfgeldjägerin Clementine Templeton (Victoria Maurette) schrickt nichts so leicht ab. Sie will Blake dem Gesetz übergeben - tot oder lebend - und zudem die Belohnung für sein Leben kassieren. Die ehemalige Hure Mary Black (Janet Barr) sucht ebenfalls nach dem Geächteten, er soll ihre Tochter geschwängert haben. So treffen alle in dem Teufelsrevier Amnesty aufeinander.
Regisseur Albert Pyun wird in einem Zug mit Kollegen wie Uwe Boll und Ed Wood erwähnt. Mit Trash-Klassikern wie "Cyborg" und "Nemesis" verdiente sich der Filmemacher den Respekt ausgewiesener Genrefans. Doch "Left for Dead" dürfte selbst seine treuesten Fans enttäuschen. Auch wenn die Geschichte durchaus Potential hat, verdirbt die erbärmliche Inszenierung jeden Spaß am Film. Den Stilmix aus Horror und Western garniert der Regisseur mit blitzschnellen Schnitten, Slowmotion-Sequenzen und Farbblenden. Die Logik der gewählten Stilmittel verschließt sich dem Zuschauer. Schnell ermüden die Augen bei dem Blutvergießen sowie den blau eingefärbten Erinnerungen der Protagonisten. Ein zum Teufel übergetretenen Priester vervollkommnend das klischeehafte Bild. Das schlechte Spiel verhindert eine Identifizierung mit den Figuren, so dass diesen die Geschehnisse im besten Fall völlig kalt lassen. Sonst ist man sehr schnell genervt.
Tzveta Bozadjieva, Filmreporter.de
epix
Vergeltung der Verdammten
2022