Kinowelt Filmverleih
Filmplakat

Flash of Genius

Originaltitel
Flash of Genius
Regie
Marc Abraham
Darsteller
Tatiana Maslany, Jake Abel, Duane Murray, Landon Norris, Shae Norris, Kate Parr
Kinostart:
Deutschland, am 25.06.2009 bei Kinowelt Filmverleih
Genre
Drama
Land
USA
Jahr
2008
FSK
ab 0 Jahren
Länge
120 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Erfinder kämpft gegen übermächtigen Autokonzern
Detroit 1967: In der "Motor City" versuchen die Ingenieure der großen Autokonzerne einen Scheibenwischer zu entwickeln, der auf die Intensität von Regen reagiert. Bisher konnten Autofahrer nur einen Dauerbetrieb einstellen, der bei schwachem Regen Schlieren hinterlässt und die Sicht unnötig behindert. Im Hobbykeller entwickelt Universitätsprofessor Robert Kearns (Greg Kinnear) nach dem Vorbild des menschlichen Augenlids den Intervallscheibenwischer. Mithilfe dieses Modells kann der Fahrer den Scheibenwischer je nach Grad des Niederschlags individuell einstellen. Kearns lässt sich seine Erfindung patentieren und stellt sie gemeinsam mit seinem Freund Gil Previck (Dermont Mulroney) den großen Detroiter Autoherstellern Ford, Chrysler und GM vor. Ford ist auf Anhieb interessiert. Der Branchenprimus besteht jedoch darauf, einen Prototypen ausgehändigt zu bekommen um damit eine Genehmigung der Behörden zu erlangen. Kearns hat Bedenken und weigert sich. Als die Ford-Repräsentanten von einer Deadline sprechen, die für eine behördliche Genehmigung unbedingt einzuhalten sei, knickt der Familienvater ein und überlässt den Firmeningenieuren ein Vorführmodell für die Washingtoner Behörde. Der Vertrag scheint in trockenen Tüchern. Kurz darauf übermittelt Ford überraschend die Nachricht, dass man nicht weiter am Intervallscheibenwischer interessiert sei. Zwei Jahre später besucht Robert Kearns die offizielle Präsentation eines neuen Ford Modells. Erschüttert stellt er fest, dass der neue Ford Mustang serienmäßig mit dem Intervallscheibenwischer ausgestattet ist. Professor Kearns beginnt, für seine Rechte zu kämpfen. Er verklagt Ford, obwohl die Aussichten auf Erfolg gering sind. Die juristische Auseinandersetzung ist zudem mit hohen Ausgaben verbunden. Kearns muss feststellen, dass Zeit eine Größe ist, über die man als Individuum nicht unbegrenzt verfügt.
In seiner ersten Regiearbeit verfilmt Produzent Marc Abraham die wahre Geschichte von Erfinder Robert Kearns. Dessen Rechtsstreit mit den US-Autobauern Ford und Chrysler schlug in den 1970er Jahren hohe Wellen. Die Autokonzerne hatten Kearns' patentierten Scheibenwischer in ihre Autos eingebaut und ihn als ihre eigene Erfindung ausgegeben. Werden Unternehmen in den USA heutzutage auf Schadensersatz in Millionenhöhe verklagt, so war die Klage einer Privatperson gegen einen scheinbar übermächtigen Großkonzern in den 1970er Jahren noch eine Seltenheit. So wirkt es schlüssig, dass Kearns, gespielt von einem ausgezeichneten Greg Kinnear, von seiner Familie und seinen Anwälten nur wenig Unterstützung erfährt. Ansonsten konzentriert sich Abrahams Story auf den Diebstahl geistigen Eigentums und den hieraus resultierenden Rechtsstreit zwischen Kearns und Ford. Den Auswirkungen auf sein Familienleben wie der Trennung des Ehepaares, wird weniger Bedeutung beigemessen. Die Geschichte dient als Vehikel, um zwei hinlänglich bekannte Hauptmotive zur Entfaltung kommen zu lassen - das Streben nach Wahrheit und das Ringen um Gerechtigkeit. Die Leistung von Regisseur Abrahams und Drehbuchautor Philip Railsbacks ist nicht die Übereinstimmung mit der wahren Geschichte, als vielmehr ihrem Verzicht auf Pathos. Das macht das Drama zu etwas Besonderem. Auch in der Figurenzeichnung wird diese Linie konsequent verfolgt. So wird die Hauptfigur nicht als Held dargestellt, sie wirkt nicht einmal sonderlich sympathisch. Die Erzählstruktur und die überschaubaren dramaturgischen Kniffe sind eher konventionell. Auch der Ausgang der Geschichte ist vorhersehbar. Dies ist bei einer Verfilmung einer realen Geschichte aber auch nicht überraschend. "Flash of Genius" zeigt den Kampf für Gerechtigkeit gegen Hollywood-Konventionen als zermürbendes und vor allem glanzloses Anti-Spektakel, und überzeugt besonders durch seine Authentizität.
Jassien Kelm/Filmreporter.de
Videoclip: Flash of Genius
1967 entwickelt der Erfinder Robert Kearns (Greg Kinnear) einen innovativen Scheibenwischer. Führende Autokonzerne haben Interesse an dem Patent....
 
Galerie: Flash of Genius
In seiner ersten Regiearbeit verfilmt Produzent Marc Abraham die wahre Geschichte von Erfinder Robert Kearns. Dessen Rechtsstreit mit den...
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Flash of Genius
2022