Kiss of the Dragon
Tobis StudioCanal
Kiss of the Dragon

Kiss of the Dragon

Originaltitel
Kiss of the Dragon
Genre
Action, Thriller
Land /Jahr
Frankreich, USA 2001
 
97 min, ab 18 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
25.10.2001 ( Kino Deutschland ) bei TOBIS Film
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
8,3 (3 User)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenMeinungDVDs
Brutale aber stilvolle Martial-Arts von Luc Besson
Der chinesische Geheimagent Liu Siu-jian (Jet Li) soll in Europa den asiatischen Drogenhändler Mr. Big (Frederick Young) festnehmen. Dafür arbeitet er in Paris mit einer französischen Spezialeinheit zusammen. Der cholerische Inspektor Richard (Tchéky Karyo) hat nicht viel für den neuen Kollegen übrig und zeigt seine Abneigung offen. Die beiden beschatten den Kriminellen in einem Nobelhotel, wo dieser sich mit zwei Prostituierten vergnügt. Dabei wird Mr. Big von einer der Frauen ermordet. Siu-jian und Richard, die das Geschehen per Videoaufzeichnung verfolgen, befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Inspektor Richard stürmt den Tatort und erschießt mit Siu-jians Waffe eine der Prostituierten. Er ist in die Drogengeschäfte involviert und will sich seines lästigen chinesischen Kollegen entledigen. Dieser erkennt, dass ihm eine Falle gestellt wurde und ergreift die Flucht. Siu-jian ist ab sofort Frankreichs meistgesuchter "Verbrecher". Doch es gelingt ihm, das Überwachungsvideo an sich zu nehmen, mit dem er seine Unschuld beweisen könnte. Auf sich allein gestellt und in ungünstiger Ausgangsposition, rollt Siu-jian das Feld von hinten auf.
Das Drehbuch zu "Kiss of the Dragon" basiert auf einer Kurzgeschichte von Jet Li (Siu-jian) und wurde von Frankreichs Star-Regisseur Luc Besson überarbeitet. Die extreme Schwarz-Weiß Zeichnung der Charaktere erinnert an japanische Manga. Die Actionszenen sind sehr brutal. Minütlich brechen die Knochen und spritzt das Blut. Trotz der Brutalität sind die Kampfszenen sehr gelungen, Jet Lis Eleganz und Dynamik kommen voll zum Tragen. Dabei legte Regisseur Chris Nahon Wert auf einen hohen Realitätsbezug. Lediglich zwei Kampfszenen wurden mit Hilfe von Seilen für Flugeinlagen gedreht. Das ist ungewöhnlich für einen Martial-Arts-Film.

Seinen Titel verdankt der Thriller der finalen Kampfszene, an deren Ende Jet Li seinem Gegner mit einer Akkupunkturnadel in einen "verbotenen" Punkt im Nacken sticht. Diese Methode wird Kuss des Drachens (engl: Kiss of the Dragon) genannt und soll zweierlei bewirken: Der Gegner ist gelähmt, bleibt aber bei vollem Bewusstsein. Das Blut staut sich im Kopf und lässt die Adern platzen. Dies resultiert in einer Szene, die Nahon sehr "anschaulich" inszeniert. Unfähig sich zu bewegen, fließt Siu-Jians Endgegner das Blut aus Augenhöhlen, Nase, Mund und Ohren. Das entbehrt hier zwar jeder Realität, unterstreicht aber den fiktiven Charakter des modernen Märchens.
Jassien Kelm/Filmreporter.de
Kiss of the Dragon
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2021