Die Gräfin
X Verleih
Die Gräfin

Die Gräfin

Originaltitel
The Countess
Alternativ
Bathory (Arbeitstitel)
Genre
Drama, Thriller
Land /Jahr
Frankreich, Deutschland 2009
 
98 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
25.06.2009 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz | Kino Österreich ) bei X Verleih
Regie
Darsteller
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IMDB
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|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungTrailerGalerieDVDs
Blutrünstiges Liebesdrama aus dem 17. Jahrhundert
Gräfin Erzebet Bathory (Julie Delpy) lebt in Ungarn zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Sie gilt als mächtigste Frau im Land und weiß mit ihrer ergebenen Dienerin und Bettgefährtin Anna Darvulia (Anamaria Marinca) viele Gelegenheiten zu ihrem Vorteil nutzen, um Macht, Einfluss und Reichtum noch zu vergrößern. Nach dem Tod ihres seit Jahren gegen die Türken kämpfenden Mannes Ferenc Nadsky (Jack O. Berglund) trifft die dreifach Mutter und Enddreißigerin auf einem Fest den jungen und attraktiven Istvan (Daniel Brühl). Beide verlieben sich ineinander und beginnen eine leidenschaftliche Affäre. Kurz zuvor hat die Gräfin allerdings Istvans machtgierigen Vater Graf Thurzo (William Hurt) auf dessen Werben hin als nicht standesgemäßen Ehemann abgelehnt. Der beginnt darauf, eine Intrige zu spinnen und lässt seinen Sohn nicht zum vereinbarten Stelldichein. Zugleich schickt er der Gräfin einen fingierten Brief, in dem Istvan angeblich das Ende ihrer Liebe postuliert. Die Gräfin denkt, aufgrund ihrer schwindenden Schönheit zurückgewiesen zu werden und glaubt durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, dass nur Jungfrauenblut ihren Alterungsprozess aufhalten könne...
Julie Delpy bewies mit der unterhaltsamen Komödie "2 Tage Paris", dass sie nicht nur eine begabte Schauspielerin, sondern auch eine gute Drehbuchautorin und Regisseurin ist. Mit ihrem zweiten, ambitionierten Drama "Die Gräfin" führt sie überzeugend ihre Wandlungsfähigkeit als Schauspielerin und ihre Entwicklung als Regisseurin vor. Trotz des tragischen und äußerst blutrüstigen Sujets aktualisiert sie mit intelligentem Wortwitz sowie moderne und klare Dialoge den historischen Stoff. Das kurzweilige und berührende Liebesdrama kippt gelegentlich zum Horrorstreifen und schockt mit Blutorgien und extremer Gewalt, bleibt jedoch in sich stimmig. "Die Gräfin" ist von der souveränen Leitung Delphys unaufdringlich inszeniert, die immer ihre Figuren im Blick behält. Delphy selbst zeigt eine ambivalente Gräfin zwischen enttäuschter Liebe, Grausamkeit und Zwängen, die trotz ihrer Gräueltaten als Mensch nachvollziehbar bleibt. Liebe in verschiedenen, teils tabuisierten Variationen wird gezeigt, ohne reißerisch zu wirken. "Die Gräfin" ist ein aufwühlendes, durchaus schockierendes Drama, das Erwartungshaltungen angenehm enttäuscht.
Ulrich Blanché/Filmreporter.de
Videoclip: Die Gräfin
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Galerie: Die Gräfin
Julie Delpy ist "Die Gräfin" Bathory in dem von ihr geschriebenen und inszenierten Historiendrama, das im Ungarn des 17. Jahrhundert spielt.
Die Gräfin
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2021