Universal Pictures (UPI)
Wie durch ein Wunder

Wie durch ein Wunder

Originaltitel
Charlie St. Cloud
Alternativ
The Death and Life of Charlie St. Cloud
Regie
Burr Steers
Darsteller
Zac Efron, D. Neil Mark, Natasha Denis, Ted Whittall, Marci T. House, Sophie Stukas
Kinostart:
Deutschland, am 07.10.2010 bei Universal Pictures International (UPI)
Kinostart:
Österreich, am 08.10.2010 bei Universal Pictures
Kinostart:
Schweiz, am 21.10.2010 bei Universal Pictures
Genre
Drama
Land
USA
Jahr
2010
FSK
ab 6 Jahren
Länge
100 min.
IMDB
IMDB
Homepage
http://www.wie-durch-ein-wunder.de
|0  katastrophal
brilliant  10|
3,0 (Filmreporter)
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Kitschiges Drama mit Zac Efron als Totenflüsterer
Nach der Komödie "17 Again" dreht Zac Efron erneut unter der Regie von Burr Steers. Bei "Wie durch ein Wunder" geht es allerdings wesentlicher dramatischer zur Sache. "High School Musical"-Darsteller Efron spielt den Schüler Charlie St. Cloud, dessen kleiner Bruder Sam (Charlie Tahan) bei einem tragischen Autounfall ums Leben kommt. Charlie kann dagegen wiederbelebt werden und besitzt fortan die ungewöhnliche Gabe, mit Verstorbenen kommunizieren zu können. Da er am Steuer saß, gibt er sich die Schuld am Tod seines Bruders. Auch Jahre später hat er das schreckliche Ereignis nicht überwunden. Statt wie geplant aufs College zu gehen, bleibt er in seinem Heimatort und arbeitet auf dem Friedhof. Dem Geist seines toten Bruders begegnet er jeden Abend. Erst als er die sympathische Tess Carroll (Amanda Crew) kennen lernt, scheint er die Vergangenheit langsam hinter sich lassen zu können.
Burr Steers' Drama "Wie durch ein Wunder" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ben Sherwood. Der Autor verfasste die Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen, nachdem sein eigener Vater unerwartet verstorben ist. Seit seiner Veröffentlichung im Jahre 2004 wurde das Buch in 15 Sprachen übersetzt.

Auf der Leinwand bedeutet der Tod nicht unbedingt das Ende. So gab es im Laufe der Kino-Geschichte immer wieder Auserwählte, die Kontakt zu den Verstorbenen aufnehmen konnten. Man denke nur an Whoopi Goldberg, die als Medium in "Ghost - Nachricht von Sam" Konversationen mit Geistern führte oder an M. Night Shyamalans "The Sixth Sense" mit Haley Joel Osment Osment, dessen Aussage "Ich sehe tote Menschen" Filmgeschichte schrieb. In "Wie durch ein Wunder" ist es Zac Efron vergönnt, mit den Dahingeschiedenen in Kontakt zu treten. Im Grunde erzählt Regisseur Steers eine gutgemeinte Geschichte über den Tod eines geliebten Menschen und das Unvermögen der Hinterbliebenen, loszulassen und das eigene Leben weiterzuleben.

Dass Efrons Charakter Charlie immer wieder versucht, dem Geist seines verunglückten kleinen Bruders das Baseballspielen beizubringen, wird zum offensichtlichen Symbol für seine nicht überwundene Trauer. Statt das phantastische Element als Ausgangspunkt für eine subtile Charakterstudie zu nehmen, setzt der Regisseur einseitig auf Sentimentalitäten. Besonders die Szenen zwischen Charlie und seinem toten Bruder sind durch kitschige Dialoge sowie die aufdringlich rührselige Musikuntermalung kaum zu ertragen. Wenn dann irgendwann der obligatorische Weg ins Licht erfolgt, ist der Jenseits-Kitsch komplett. Spätestens zu diesem Zeitpunkt denkt man sich als Zuschauer: "Hätte der Tod nicht einfach das Ende sein können...?"
Carlos Corbelle/Filmreporter.de
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2022