polyband Medien
Erich Mielke - Meister der Angst

Erich Mielke - Meister der Angst

Originaltitel
Erich Mielke - Meister der Angst
Regie
Jens Becker, Maarten van der Duin
Darsteller
Karl-Fred Müller, Kaspar Eichel, Victor Choulman, Hubert Dreyling, Wolfgang Fixson, Thomas Förster
Kinostart:
Deutschland, am 05.11.2015 bei polyband Medien
Genre
Dokuspielfilm
Land
Deutschland
Jahr
2015
FSK
ab 6 Jahren
Länge
95 min.
IMDB
IMDB
Homepage
www.mielke-derfilm.de
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Bilanz eines regimetreuen Überzeugungstäters
Anna-Luise Brand (Beate Laaß) soll im Jahr 1991 feststellen, ob der inhaftierte Erich Mielke (Kaspar Eichel) verhandlungsfähig ist. Mielke ist der ehemalige Leiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (STASI) und sitzt seit der Wende in der Berliner Justizvollzugsanstalt Moabit ein. In einem Besucherraum des Gefängnisses versucht Brand mehr über ihren Gesprächspartner zu erfahren.

Dabei konfrontiert die Psychologin ihn mit Gesprächsprotokollen und befragt ihn zu seiner Kindheit im Berliner Stadtteil Wedding, zu seinen Eltern sowie zu seiner späteren Politkarriere. Zunächst zeigt sich Mielke wenig konspirativ, doch mit der Zeit fasst er spürbar Vertrauen zu der Psychologin und öffnet sich. Er schildert seine persönliche Sicht der Dinge und nimmt dabei auch Stellung zu einem historischen Tötungsdelikt, das fast 60 Jahre zurückliegt. Schnell wird klar: hier zieht ein gebrochener Mann eine erschreckende Lebensbilanz.
Die Regisseure Jens Becker und Maarten van der Duin beleuchten einen der bekanntesten Politiker der ehemaligen DDR - den wohl meist gehassten. Obwohl das damalige Regime der DDR und dessen Protagonisten nach ihrem Ende vielerorts genau unter die journalistische Lupe genommen wurden, gelangte bisher nur wenig über die Person Erich Mielkes an die Öffentlichkeit. "Erich Mielke - Meister der Angst" beschreibt ein historisches Sujet, welches sich weitestgehend genau an den geschichtlichen Fakten orientiert.

Die gelungene Mischung aus Dokumentar- und Spielszenen macht die grausame Vergangenheit greifbar. Vor allem Hauptdarsteller Kaspar Eichel trägt entscheidend dazu bei, dass beim Zuschauer kein Mitleid aufkommt mit dem Mann, der in seinem Leben erbarmungslos mit politischen Gegnern umsprang. Eichel zeigt einen gebrochenen Parteisoldaten, radikal in seinen kommunistischen Ansichten und in der Durchsetzung seiner Überzeugungen - jedoch von den geschichtlichen Ereignissen längst eingeholt.
Timo Buschkämper, Filmreporter.de
Psychologin Anna-Luise Brand (Beate Laaß) soll nach der Wende feststellen, ob der inhaftierte Erich Mielke (Kaspar Eichel) verhandlungsfähig ist....
 
Gelungene Mischung aus Dokumentar- und Spielszenen, welche die grausame Seite der DDR deutlich macht.
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Erich Mielke - Meister der Angst
2022