Majestic Filmverleih
Ich bin dein Mensch (2021)

Ich bin dein Mensch

Originaltitel
I'm Your Man
Genre
Komödie, Romanze, Science Fiction
Land /Jahr
Deutschland 2021
 
104 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
17.06.2021 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz | Kino Österreich ) bei Majestic Filmverleih
Regie
Maria Schrader
Darsteller
Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller, Hans Löw, Wolfgang Hübsch, Annika Meier
Homepage
http://www.ichbindeinmensch.de
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
5,0 (Filmreporter)
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Der Mann - bzw. der Android an meiner Seite
Alma (Maren Eggert) ist die Skepsis ins Gesicht geschrieben. In einem Berliner Restaurant mit dem Charme von 'Clärchens Ballhaus' hat sie das erste Rendezvous mit Tom, einem humanoiden Roboter mit englischem Akzent, der von Dan Stevens mit dem stets gleichen, dezent lächelndem Gesichtsausdruck und ohne das Zucken einer Wimper gespielt wird. Er wurde für die Sprachwissenschaftlerin als Mann ihrer Träume gebaut und programmiert.

Obwohl alle Komponenten stimmen, scheitert das Treffen auf ganzer Linie. Denn für romantische Komplimente voller Metaphern ist die durch und durch rationale Alma wenig empfänglich. Sie hat die Liebe aus ihrem Alltag verdrängt, obwohl sie zum Ausdruck menschlicher Gefühle in 4.000 Jahre alten Keilschriften forscht. Um ihr Forschungsvorhaben im supermodernen Gebäude der Archäologie der Humboldt-Uni voranzutreiben und endlich einige der alten Steine aus einem Museum in San Francisco im Original sehen zu können, willigt sie ein, Tom drei Wochen zu testen. Die gut aussehende Maschine macht mit ihren Manieren und Charme Eindruck bei ihren Freunden und Kollegen. Und sie weckt die Eifersucht ihres Ex-Freundes, denn er liest ihr jeden Wunsch von den Lippen ab. Langsam findet sie Gefallen an der Zweisamkeit.
Das Drehbuch von "Ich bin dein Mann" basiert auf auf Motiven der 2017 entstandenen gleichnamigen Kurzgeschichte von Emma Braslavsky aus der vom SWR initiierten Anthologie "2029 - Geschichten von morgen". Die Autorin dreht den gängigen Ansatz solcher Gedankenspiele um und schafft statt der Frau, die Männer über ihre Einsamkeit hinwegtröstet, einen Robotermann für die emanzipierte Frau, die ihre mütterlichen Gefühle und die Sehnsucht nach Nähe und Zuneigung unterdrückt.

In einer Szene wird dann auch die unterschiedliche Reaktion von Männern und Frauen auf das Zusammenleben mit einem Roboter-Partner klischeeartig beschrieben. Ein von Jürgen Tarrach gespielter einsamer Freier findet durch seine gut aussehende, 30 Jahre jüngere humanoide Partnerin die Bestätigung, dass er sich nicht ändern muss, um endlich das Glück zu finden. Während sich Alma endlich ihrer verdrängten emotionalen Seite stellt, wozu freilich auch das Scheitern ihres Forschungsprojekts beiträgt.

Insgesamt wirkt die Handlung wie eine Versuchsanordnung, wie ein Schachspiel, dessen Züge bis zum Ende kühl durchkalkuliert wurden. Überraschungen bleiben aus, wenn sich Almas mit ihrem Zwiespalt zwischen beruflicher Selbstverwirklichung und ihren inneren Wünschen beginnt zu hadern. Am Ende muss sie sich zwischen Intellekt und Seele entscheiden. Das Resultat ist absehbar. Der Verstand sagt nein, das Herz bekanntlich...
Majestic Filmverleih, Christine Fenzl
Galerie:
Sci-Fi-Drama nach Kurzgeschichte von Emma Braslavsky.
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2021