Das Verlangen

Das Verlangen

Originaltitel
Das Verlangen
Regie
Iain Dilthey
Darsteller
Brit Gdanietz, Eva Löbau, Sigrid Skoetz, Wolfgang Packhäuser, Peter Lerchbaumer, Manfred Kranich
Kinostart:
Deutschland, am 13.05.2004 bei VG Verleih der Filmemacher
Genre
Drama
Land
Deutschland
Jahr
2002
Länge
94 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
8,0 (2 User)
Motive der Verlorenheit und Sprachlosigkeit
Die verschlossene Lena (Susanne-Marie Wrage) lebt in einem öden kleinen Dorf im schwäbisch-fränkischen Wald. Sie führt mit ihrem despotischen Mann Johannes (Klaus Grünberg) eine unglückliche Ehe. Johannes ist Pfarrer - in Lena sieht er nur die ihm treu ergebene Gattin. Ihr gleichförmiger Alltag ist geprägt von Krankenpflege, Orgeldienst und Beischlaf. Als ein Mädchen aus dem Ort auf mysteriöse Weise ermordet wird, kommt Unruhe ins Dorf, und Lenas Leben gerät aus der Bahn. Sie lernt den Mechaniker Paul (Robert Lohr) kennen und verliebt sich in ihn. Die verbotenen Gefühle lassen sie verschweigen, dass Paul etwas mit dem Mord zu tun hat. Die nie gekannte Zuneigung und Zärtlichkeit der Affäre zieht Lena in den Bann einer neuen Abhängigkeit, die erschreckende Folgen hat.
Nach "Sommer auf Horlachen" und "Ich werde dich auf Händen tragen" behandelt Regisseur Iain Dilthey auch im dritten Teil seiner "Sehnsuchtstrilogie" Motive der Verlorenheit und Sprachlosigkeit. Sein Porträt der einsamen Lena erkundet kühl die Monotonie einer emotionalen Gefangenschaft. Unspektakulär und sparsam schildert Dilthey die Grausamkeiten eines in Stagnation erstarrten Lebens.
Michael Wopperer/Filmreporter.de
2022