
20th Century Fox
James Bond 007 - Im Geheimdienst ihrer Majestät - Ultimate Edition
Schurkenjäger und Pistenteufel
James Bond in den Schweizer Alpen
erschienen am 18. 02. 2026

20th Century Fox
Roger Moore will sich von Richard Kiel nicht beißen lassen: "James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte"
Nach der Piste ins Schweizer Casino?
Er ist stark, klug und überhaupt ein Alleskönner, der menschliche Superheld James Bond. Vor allem ist der englische Agent bei seinen Missionen recht umtriebig. Innerhalb der Grenzen des britischen Königreichs hält es ihn bei auf der Jagd nach Bösewichten nicht. Die wollen nun mal die ganze Welt ins Chaos stürzen, was den Aktionsradius von 007 entsprechend vergrößert. Und ja, auch in der Schweiz landet Bond mitunter bei der globalen Schurkenjagd. Dort streift er zwar nicht das Glücksspielphänomen, in der Alpenlandschaft des Landes legt er hin und wieder doch einen Zwischenhalt ein. James Bond ist regelmäßig im Casino, das ist ähnlich wie der Martini eine Konstante in der Filmreihe. St. Moritz, Monaco, seine Fälle führen ihn immer wieder auch ins Casino an den Billardtisch. Doch nur Online geht es ganz ohne LUGAS LimitsWenn die Bösen an den Schweizer Alpen rütteln, wird das die Welt nicht in den Untergang führen. Es dürfte vielmehr eine filmästhetische Entscheidung sein, wieso immer wieder "James Bond"-Agentenfilme dort gedreht werden. Die Alpenlandschaft hat enormen Schauwert, und welcher Film möchte nicht von schönen Naturaufnahmen profitieren? Dazu kommt die Kulisse weiteren charakteristischen Eigenschaften des Films entgegen: der Geschwindigkeit, der Kamerabewegung und nicht zuletzt der typischen Figurenzeichnung des Mainstreamfilms, dessen Protagonisten Helden-gleich ausfallen.

20th Century Fox
Roger Moore in "James Bond 007: In tödlicher Mission" (For Your Eyes Only, 1981)
Omnipotenter Held James Bond
Was kann auch James Bond nicht alles. Man setze ihn in ein Auto und neben ihm bleibt der beste Rennfahrer der Welt auf der Strecke. Perfekt beherrscht Bond überhaupt jedes Fortbewegungsmittel, Flugzeug, Motorrad, Motorboot. Dazu ist er ein begnadeter Kämpfer; wer zweifelt daran, dass Bruce Lee gegen ihn verlieren würde? Bond kann selbstverständlich auch besser als jeder andere mit Waffen umgehen, und verglichen mit seiner Klugheit und seinem kriminalistischen Geschick ist ein Sherlock Holmes ein Waisenknabe. Deshalb gilt auch: James Bond wäre nicht James Bond, würde er nicht auch auf Skiern seinen Mann stehen.Damit sind wir bei unserem Thema zurückgelangt: Skifahren - es ist ein weiteres Argument für die "James Bond"-Produzenten, sich für die Berge und die Schweizer Alpen im Besonderen als Kulisse zu entscheiden. Der Sport, die Freizeitbeschäftigung ist die Verbindungsstelle zwischen der beschaulichen Berglandschaft und den eben genannten filmischen Mitteln. Mit dem Motiv wird die Filmreihe sich selbst gerecht. Es kombiniert Schauwert mit Geschwindigkeit, die sich in Verfolgungsjagden äußert. Und auf Skiern kommt zum Ausdruck, was die Titelfigur, diesen Hyperhelden und Alleskönner auszeichnet. Ja, Bond kann auch gut, ach was: er kann herausragend Skifahren.

20th Century Fox
James Bond 007 - Im Geheimdienst ihrer Majestät
Superagent auf Skiern
Ein Beispiel ist "James Bond 007: Im Geheimdienst Ihrer Majestät". Wie James Bond (George Lazenby) in einer Verfolgungsszene des Spionagefilms die Skiabfahrt meistert, wie er spielerisch seinen Verfolgern entkommt, dabei mühelos allen Kugeln ausweicht, und all das bei finsterster Nacht, ist schlichtweg einsame Spitze. Gedreht wird die berühmte Szene übrigens im Berner Oberland; seither ist die auf 2.970 Metern gelegene Aussichtsstation Schilthorn ein Magnet für "James Bond"-Fans.Oder nehmen wir "James Bond 007: Der Spion, der mich liebte", dessen Ski-Szene im Schweizer Hochtal Engadin im Kanton Graubünden gedreht wird. Man mag sich darüber streiten, ob James Bond unter Roger Moore eine bessere oder schlechtere Figur macht als unter Sean Connery. Auf Skiern ist der Agent in der Darstellung des britischen Schauspielers zweifelsohne ein Profi sondergleichen. Was Bond auf Skiern leistet, ist nicht von dieser Welt. Er fährt schnell, er fährt vorwärts, er fährt rückwärts - und erlegt nebenbei mit einer Waffe seine Verfolger. Am Ende entkommt er seinen Feinden mit einem gewagten Sprung. Oder ist es eher ein Flug? Einer der spektakulärsten Stunts der Filmgeschichte ist es in jedem Fall.

Sony Pictures
Daniel Craig in "James Bond 007: Spectre"
James Bond in winterlicher Mission
Es ließen sich etliche weitere "James Bond"-Filme anführen, die das Faible der Filmreihe für die Bergkulisse verdeutlichen. Dafür müssten wir die Schweizer Alpen verlassen - und uns anderer Fortbewegungsmittel bedienen. In "James Bond: Der Hauch des Todes" leistet sich der von Timothy Dalton gespielte Bond mit seinen Feinden eine Verfolgungsjagd am dem zugefrorenen Weißensee im österreichischen Kärnten - mit seinem Aston Martin. Für "James Bond 007: Spectre" reist das Filmteam nach Tirol und Sölden. Besonders oft zieht James Bond in der Ära Roger Moore Spuren in die winterliche Berglandschaft, so auch in "James Bond: In tödlicher Mission" und "James Bond: Im Angesicht des Todes".In dem Zusammenhang eine kleine Anekdote: Anders als Bond ist Moore seinerzeit anders kein großer Ski-Ass. Der britische Schauspieler konnte anfangs gar nicht Skifahren, sagt Willy Bogner einmal in einem Interview. Nach mehreren gemeinsamen Drehs habe der Brite die Skier dann aber ganz gut beherrscht. Das deutet die Entwicklung an: Das Skifahren wird mit den Jahren zur großen Leidenschaft des 2017 verstorbenen Schauspielers. Ob er ein ähnlicher Pistenteufel ist wie James Bond, dürfte zweifelhaft sein. Niemand, aber auch wirklich niemand kann dem menschlichen Superhelden und Alleskönner, der dazu noch alles perfekt beherrscht, das Wasser reichen.
erschienen am 18. Februar 2026
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