Der Spiegel
Cover des Spiegels am 15. Oktober 1952
Gangster jagt lebensmüden Mann
Retro News: Theo Lingen auf der Flucht
Zwei deutsche Superstars sind in einem neuen Film zu sehen. Wie das Magazin Der Spiegel am 15. Oktober 1952 berichtet, treffen im Lustspiel "Man lebt nur einmal" Paul Hörbiger und Theo Lingen aufeinander. Hörbiger, der zuletzt in der Komödie "Hallo Dienstmann" an der Seite Hans Mosers zu sehen war, spielt einen skrupellosen Geldmenschen. Regie führt Ernst Neubach.
erschienen am 4. November 2018
Film Revue
Der Theaterdirektor (Theo Lingen) in Rage
Lebensmüder flieht vor Mörder
Schauspieler Theo Lingen verkörpert in "Man lebt nur einmal" den tollpatschigen und verzweifelten Liebhaber. Der Streit mit seiner Geliebten sowie schlimme Geldsorgen treiben ihn zum Äußersten. Er will seinem Leben ein Ende setzen, bringt aber den Mut dazu nicht auf. Den einzigen Ausweg aus der misslichen Lage sieht er in einem finsteren Gangster, der ihm die leidige Aufgabe abnehmen soll.

Die Misere beginnt, als sich das entzweite Liebespaar wieder versöhnt und die drückenden Geldsorgen sich in Luft auflösen. Doch der bestellte Mörder ist nicht mehr aufzufinden und der Bestattungsunternehmer steht schon vor der Tür. In seinem letzten Film "Jetzt schlägt's 13!" war Theo Lingen bereits in einer Komödie zu sehen. Man darf also gespannt sein, wie das Lustspiel beim Publikum ankommt.
Revue - Die Weltillustrierte
Heinz Rühmann in "Das kann jedem passieren"
Rühmann, Lingen und Co.
Die Geschichte vom unfähigen Selbstmörder, der seinen Lebenswillen wiedergewinnt und den selbst beauftragten Killer am Hals hat, wurde schon öfters filmisch bearbeitet. "Man lebt nur einmal" war das Remake von "Der Mann, der seinen Mörder sucht" (1931) mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle.

1991 präsentierte der finnische Regisseur Aki Kaurismäki eine weitere Neuauflage des begehrten Filmstoffs in "Vertrag mit meinem Killer". Wie Ernst Neubachs Werk beim Publikum im Jahre 1952 ankam, ist heute allerdings unbekannt.
erschienen am 4. November 2018
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Theo Lingen wurde 1903 in Hannover als Theodor Schmitz geboren. Pate für seinen Künstlernamen stand die Geburtsstadt seines Vaters. Das Gymnasium brach er vorzeitig ab, holte die fehlende Schulerfahrung aber als Direktor Dr. Taft in "Die Lümmel von der ersten Bank" Teil 1 bis 7 ausgiebig nach. Charakteristisch für den vor allem als Komiker bekannten Schauspieler ist die nasale Stimme, die er in über 200 Filmen für seine Rollen benutzte. Seine große Popularität bewahrte ihn während des..
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Mit nur 23 Jahren begann sein großer Aufstieg: Enrico Caruso sang sich mit Umberto Giordanos Oper "Fedora" in die Herzen seiner Fans. 1903 feierte er schließlich seinen internationalen Durchbruch an der Metropolitan Opera in New York. Leider starb er viel zu früh, mit nur 48 Jahren. Seine Biografie kommt nun 31 Jahre nach seinem Tod auf den deutschen Buchmarkt, berichtet Der Spiegel am 30. Juni 1954.
Der Südwestfunk hat eine neue Fernsehansagerin. Ihr Name ist Eleonore van Lyrop. Sie ist in Westfalen geboren und an der Ostsee aufgewachsen. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog sie mit ihren Eltern nach Bonn. Dort machte sie auch ihr Abitur. Die Fernsehzeitschrift Bild und Funk widmet der jungen, zielstrebigen Frau in der Märzausgabe 1958 ein kurzes Portrait.
2021