Film und Frau
Ärzte sind auch nur Menschen!
Ein Schmunzelfilm menschlicher Schwächen
Retro News: Hilfe, der Doktor kommt!
Mit dem Motto 'Lachen ist die beste Medizin' kuriert der 35-jährige englische Arzt und Schriftsteller Dr. Gordon Osterle Patienten, Leser und Filmbesucher. Aber wie kam es, dass der einst in London und Oxford praktizierende Arzt plötzlich zu Tinte und Feder griff? Ganz einfach: Schon immer lag ihm diese "flotte Schreibe". Wegen dieser wurde er von Kollegen oftmals kritisiert. Denn seine Artikel in medizinischen Fachzeitschriften waren ihnen oftmals zu leger. Diese Flottheit kommt Richard Gordon, wie sich der schreibende Arzt als Autor nennt, bei seinen Büchern nun zugute. Die Zeitschrift Film und Frau nimmt ihn in ihrer Ausgabe 1957 genauer unter die Lupe.
erschienen am 21. Juli 2014
Film und Frau
Szene aus: Hilfe, der Doktor kommt
Arzt oder Schriftsteller?
Eines Tages packte Richard Gordon seine Koffer und ging auf See. Glücklicherweise waren alle Passagiere seines Schiffes kerngesund, sodass er genügend Zeit hatte, zu Gin-Glas und Feder zu greifen. Bereits sein erstes Buch war ein großer Erfolg und schon bald schlugen ihm jede Menge Sympathien und ein großes Scheckbuch entgegen. Seine Bücher sind auch als Filme Welterfolge. Nun kommt mit "Hilfe, der Doktor kommt!" ein weiterer Leinwand-Spaß des Arztes zu uns. Anfangs sah die englische Ärzteschaft seinem Treiben unwirsch zu. Sie dachten wohl, er würde zu unernst über ihren Berufsstand berichten. Nun aber haben sie Frieden mit Richard Gordon geschlossen. Sogar die führende medizinische Zeitschrift The Lancet bescheinigt ihm, dass es keinen witzigeren und lebenswürdigeren Einblick in das Leben junger Ärzte gäbe. Tatsächlich zeigt Gordon junge Weißkittel oftmals ohne die falsche Gloriole. Denn Stethoskop und Skalpell machen auch im Leben eines Mediziners nur die eine Hälfte aus. Die andere ist privat.
Warner Home
E.R. - Staffel 15: Emergency Room
Ärztefilme im Aufschwung
Bereits zum Zeitpunkt der Berichterstattung der Zeitschrift Film und Frau im Jahr 1957 hat Richard Gordon seinen Beruf als Arzt niedergelegt und sich ganz der Schriftstellerei gewidmet. Über sein Vorleben pflegte er zu sagen: 'Ich segne mein medizinisches Studium. So konnte ich mit geistigem Seziermesser etwas freilegen, was leider zu oft vergessen wurde: die Lachmuskeln, die in unserer oft so trüben Zeit viel, viel zu wenig bewegt werden.'

Mit seinen Ärzteromanen legte Richard Gordon den Grundstein für eine Welle von Krankenhausserien und -filmen. Eine der ersten längsten Ärzte-Seifenoper entstand schon 1963 und trug den Titel "General Hospital". Der US-Kabelsender ABC strahlt bis heute Folgen davon aus. Mitte der 1980er Jahre kam die Serie auch nach Deutschland. Zu dieser Zeit entdeckten Produzenten die Macht von Ärzteserien und entwickelten Formate wie "Die Texas Klinik" (1980er Jahre), "Chicago Hope - Endstation Hoffnung" (1990er Jahre), "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft" (1990er Jahre) und die bis heute wohl erfolgreichste Arztserie "Emergency Room - Die Notaufnahme". Die erste Folge von "ER" wurde 1994 ausgestrahlt. Bis 2009 wurden 15 Staffeln produziert. Zur Jahrtausendwende entstanden neue Formate wie "Nip/Tuck - Schönheit hat ihren Preis", "Private Practice", "Grey's Anatomy", "Dr. House" und die Comedy-Serie "Scrubs - Die Anfänger".

Auch der deutsche Fernsehmarkt zeigte sich gegenüber diesem Trend aufgeschlossen. Die Mitte der 1980er Jahre entstandene Serie "Die Schwarzwaldklinik" ist längst Kult und wurde in viele Sprachen übersetzt. Danach entstand ein regelrechter Boom an deutschen Ärzteserien, aber nicht alle reichten an die Qualität US-amerikanischer Vorbilder heran. So entstanden beispielsweise "Der Bergdoktor", "Der Landarzt", "Dr. Stefan Frank - Der Arzt, dem die Frauen vertrauen", "Für alle Fälle Stefanie" und "Frauenarzt Dr. Markus Merthin". In den letzten Jahren orientierte man sich erneut am jüngeren Publikum. Ein Beispiel dafür ist die deutsch-österreichische Koproduktion "Doctor's Diary - Männer sind die beste Medizin" und die Comedy-Serie "Nikola".
erschienen am 21. Juli 2014
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Grey's Anatomy (Kinofilm)
Eine Gruppe von fünf jungen Assistenzärzten steht im Mittelpunkt der Krankenhausserie. Diese müssen nicht nur dem emotionalen Druck und wiederkehrenden 48-Stunden-Schichten im Seattle Grace Hospital Stand halten sondern auch ihr Privatleben auf die Reihe bekommen. Die unterhaltsame Mischung aus "Emergency Room - Die Notaufnahme" und "Scrubs - Die Anfänger" war in den USA ein Überraschungserfolg. Die sympathischen Darsteller, allen voran Patrick Dempsey, heben das Niveau der Seifenoper.
Nach einer Idee von Michael Crichton wurde die US-Krankenhausserie durch ihren medizinischen Realismus und den dramatischen Geschichten zum Quotenerfolg. Der harte Alltag einer Chicagoer Notaufnahme und die Dauerbelastungen der Ärzte werden durch dynamische Kameraarbeit authentisch dokumentiert. Es wird immer wieder berichtet, dass Medizinstudenten einzelne Folgen zur Analyse vorgeführt werden. George Clooney stieg durch seine Rolle als Frauenverschlingender Kinderarzt zum Frauenschwarm auf.
Dr. House (Kinofilm)
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In London feiert er als Anton Walbrook schon seit Jahren große Bühnen- und Filmerfolge. Eigentlich ist Adolf Wohlbrück Österreicher, der 1900 in Wien auf die Welt kam. Die Film Revue besuchte den emigrierten Schauspieler für ihre Ausgabe vom 14.Oktober 1958 in seinem Eigenheim in Old Hamstead.
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2022