Filmreporter-RSS
RETRO News
Schauspielkollegen Anne Baxter, Glenn Ford und Maria Schell
Film Revue

Hollywoodkarriere in Startlöchern?

Maria Schell im Glück

Für Maria Schell läuft derzeit alles bestens. Bereits zum dritten Mal wirkt die deutsche Schauspielerin in einer Hollywoodproduktion mit. In "Cimarron" steht sie mit amerikanischen Filmstars wie Glenn Ford und Anne Baxter vor der Kamera. Regisseur Anthony Mann verfilmt den gleichnamigen Roman von Edna Ferber. Darin geht es um den Ansturm angloamerikanischer Siedler auf Indianer-Territorium im Jahr 1889.
Von  Lize Alpaslan/Filmreporter.de,  3. März 2014
Maria Schell und Russ Tamblyn am Set von "Cimarron"
Film Revue
Maria Schell und Russ Tamblyn am Set von "Cimarron"

Familiensaga im Indianerland

Die Zeitschrift Filmrevue war bei den Dreharbeiten direkt dabei und berichtet darüber in ihrer Ausgabe am 5. Januar 1960. Maria Schell wurde herzlich von ihren amerikanischen Schauspielkollegen empfangen. Die deutsche Filmhoffnung betont energisch ihre intensive Vorbereitung mit der Materie: "Selbstverständlich habe ich den Roman genau und wiederholt gelesen. Auch studierte ich verschiedene Bücher, die das Kolorit der damaligen Zeit wiedergeben", so die ehrgeizige Schell.

Tatsächlich bezieht sich Ferbers Roman auf eine komplexe Zeit. Der sogenannte Oklahoma Land Rush, der Land-Wettlauf, leitet das Ende des Wilden Westens ein, das Ende der Pionierzeit. Maria Schell spielt Sabra Venable, Ehefrau von Yancey (Glenn Ford). Zusammen versuchen sie ihr Glück, ergattern ein Stück Land und gründen eine Zeitung. Yancey entwickelt sich zu einem angesehenen Geschäftsmann und soll schon bald in der lokalen Politik mitwirken. Die Zeitspanne des Films umfasst gut 40 Jahre, in denen die Familie Venable Höhen und Tiefen durchlebt.


Gutgelaunte Kollegen: Maria Schell und Glenn Ford
Film Revue
Gutgelaunte Kollegen: Maria Schell und Glenn Ford

"Seelchen" kommt nach Hause

Für Regisseur Anthony Mann neigte sich im Jahre 1960 die lange Regiekarriere dem Ende zu. Nach "Cimarron" beteiligte er sich nur noch an vier Produktionen. Mann verstarb 1967 während der Dreharbeiten zu "Todestanz eines Killers" in Berlin.

Dagegen reifte mit Maria Schell eine der bedeutendsten Schauspielerinnen des deutschsprachigen Raums heran. Vor "Cimarron" war sie bereits im hochgelobten "Die Brüder Karamasow" an der Seite von Yul Brynner zu sehen, der sie zufällig in einem Hotel entdeckte. Kurz darauf folgte "Der Galgenbaum" mit Gary Cooper.

Obwohl sich Schell in Hollywood nicht vollständig etablieren konnte, wuchs ihre Beliebtheit in Europa umso mehr. Ihr strahlendes Lachen und ihre herzliche Art machten sie zu einem unvergessenen Star. Noch bis kurz vor ihrem Tod 2005 wirkte sie in Filmen mit. Für die Dokumentation "Meine Schwester Maria" ihres Bruders Maximilian Schell erhielt das Geschwisterpaar im Jahr 2002 einen Bambi.
Von  Lize Alpaslan/Filmreporter.de,  3. März 2014

Zum Thema
Gutgelaunte Kollegen: Maria Schell und Glenn Ford
Cimarron - Kinofilm
Der sogenannte Oklahoma Land Rush, der Land-Wettlauf, leitet das Ende des Wilden Westens ein, das Ende der Pionierzeit. Maria Schell spielt Sabra Venable, Ehefrau von... mehr
Glenn Ford wird am 1. Mai 1916 im kanadischen Quebec geboren. Mit bürgerlichem Namen heißt er Gwyllyn Samuel Newton Ford. Als Künstlernamen wählt er den Namen seiner Heimatstadt Glenford. Da er als zuverlässiger Schauspieler gilt, wird er... weiter
Eine strahlende Maria Schell.
In den 1950er Jahren avancierte die Wienerin zu einem der bekanntesten weiblichen Stars des deutschsprachigen Films. Meist spielte sie schüchterne Frauen, deren Augenaufschlag und Lächeln die Herzen des Publikums zum Schmelzen brachte. Maria... weiter


Weitere Retronews
Bild und Funk, 12.01.1958, Nr. 2, S. 3 Die Kraft und die Herrlichkeit, Siegfried Lowitz, Mila Kopp (Retro)Bild und Funk
Siegfried Lowitz vor neuer Aufgabe Licht an und Studio frei für eine Fernsehproduktion, die es in sich hat. 1958 produziert der Süddeutsche... weiter
Filmwelt, 1941-04-04, Nr.14, S363, Carl Wery, Leny Marenbach, Carl Wery (Retro 2)Filmwelt
Carl Wery in neuem Hans H. Zerlett-Film Ob man nun an Schicksal glaubt oder nicht - manch einem von uns scheint der Lebensweg unaufhaltsam... weiter
Der Stern, Juni 1939, Nr.25, S.589, Die unheimlichen Wünsche, Hans Holt (Retro)Der Stern
Hans Holts Glücksbringer In einem kleinen Gärtchen neben den Johannisthaler Tobis -Ateliers wird die lauschige Mittagsruhe alle... weiter
© 2020 Filmreporter.de