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Auf der Jagd nach dem Schatz: O.W. Fischer als Peter Voss
Film Revue

Millionendieb O.W. Fischer ist "Held des Tages"

Peter Voss geht wieder um

Ein Jahr nach der Aufführung von "Peter Voss, der Millionendieb" meldet die Zeitschrift Film Revue am 27. Oktober 1959 den Start der Dreharbeiten einer weiteren Verfilmung eines Romans von Edward G. Seeliger. In "Peter Voss, der Held des Tages" spielt O.W. Fischer erneut den Titelhelden. Wie im ersten Teil, so soll es laut Drehbuchautor Curt J. Braun auch hier wieder turbulent und aufregend zugehen.
Von  Willy Flemmer, Filmreporter.de,  6. November 2013
Verkleidet: "Peter Voss" als armer Beduine
Film Revue
Verkleidet: "Peter Voss" als armer Beduine

Rund um die Welt in tausend Masken

Neben O.W. Fischer und Walter Giller sind vom alten Team nur Peter Mosbacher und Kameramann Klaus von Rautenfeld mit von der Partie. Auf dem Regiestuhl hat diesmal Georg Marischka Platz genommen. Im Zentrum steht erneut Tausendsasa Peter Voss, der in vielerlei Masken auftritt: als alter Diener, tollpatschiger Kellner, vornehmer Chinese, forscher Polizeioffizier, als Maler und Inder.

Auch die Schauplätze der Jagd nach einem gestohlenen Kunstschatz wechseln schlagartig. Ob die Gangster sich im Spielerparadies Las Vegas oder in der Riviera verkrümeln wollen, ob sie in Südamerika oder Bangkok untertauchen, Peter Voss hängt ihnen wie eine Klette an den Fersen. Mit von der Partie ist auch Detektiv Bobby Dodd, der als Konkurrent von Voss allerlei Verwirrung stiften wird.


O.W. Fischer vor seinem Haus in Tirol
Film Revue
O.W. Fischer vor seinem Haus in Tirol

Abstecher nach Hollywood

Wie auch "Peter Voss, der Millionendieb" besticht "Peter Voss, der Held des Tages" vor allem durch seine amüsante Geschichte, die Verkleidungsrollen und das buntfarbige Milieu an allen Enden der Welt. In der Rolle des Titelhelden überzeugt einmal mehr der damals bestbezahlte deutschsprachige Schauspieler O.W. Fischer.

Fischer Durchbruch hatte er 1950 in der Titelrolle von "Erzherzog Johanns große Liebe". Seine Art des Schauspielens zeichnete sich vor allem durch distanzierte Spielweise und monologhafte Sprache aus, was ihn unverkennbar im zeitgenössischen deutschsprachigen Film machte.

Sein Abstecher nach Hollywood war für den Österreicher allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Bei "Mein Mann Gottfried" geriet Fischer in Konflikt mit dem Studiosystem und wurde bereits nach wenigen Tagen aus dem Vertrag entlassen. Für seine Rolle wurde anschließend David Niven verpflichtet. In Deuschland setzte Fischer seine Schauspielkarriere erfolgreich fort.
Von  Willy Flemmer, Filmreporter.de,  6. November 2013

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