Neue Filmwelt
Finlay Currie in einer Charles Dickens Verfilmung.
Literarische Meisterwerke
Retro News: Charles Dickens inspiriert
Bereits zu Zeiten des Stummfilms waren die Romane des englischen Schriftstellers Charles Dickens eine beliebte Vorlage. Kein Wunder, denn schon zu Lebzeiten reichte sein Ruhm weit über die britischen Landesgrenzen hinaus. Neben England und Hollywood hat auch Deutschland mehrfach seine Themen verfilmt. Die Zeitschrift Neue Filmwelt berichtet 1947 über den Autor.
erschienen am 4. April 2018
Neue Filmwelt
Bernard Miles in "Geheimnisvolle Erbschaft".
Kritischer Künstler
Die Engländer liebten und lieben auch heute noch ihren Charles Dickens. Mit seinen Schriften wollte er auf die Ungerechtigkeiten seines Landes aufmerksam machen. Das ist ihm gelungen. So ist es unter anderem seinen Romanen zu verdanken, dass sich die Schulbildung in England verbesserte und die Kinderarmut in den Blickpunkt des nationalen Interesses rückte.

Dickens war wahrlich ein Reformator der Gesellschaft. So setzen sich auch seine Filme mit Verfolgung, Unterdrückung und Menschenwürde auseinander. Das ist ganz bestimmt in seinem Sinne.
Neue Filmwelt
Die damals 16-jährige Jean Simmons in Charles Dickens "Geheimnisvolle Erbschaft".
Unsterbliche Klassiker
Bis zur Veröffentlichung des Artikels in der Neuen Filmwelt wurden bereits acht Dickens-Romane verfilmt. Im Laufe der Zeit wurden seine literarischen Werke in unterschiedlichsten Interpretationen auf die Leinwand gebracht. "Oliver Twist", "Geheimnisvolle Erbschaft", "David Copperfield" und "Eine Weihnachtsgeschichte" wurden von all seinen Schriften am häufigsten adaptiert. Zu einer der bekanntesten Dickens-Verfilmungen zählt Alfonso Cuaróns moderne Version des Romans "Große Erwartungen" mit den Hollywoodstars Ethan Hawke, Gwyneth Paltrow, Anne Bancroft und Robert De Niro.
erschienen am 4. April 2018
Zum Thema
Oliver Twist (Kinofilm)
Polanski trifft Dickens. Trotz guter Schauspieler, viel Geld und einer liebevollen Inszenierung bleibt der polnische Regisseur Roman Polanski leider an der Oberfläche der berühmten Vorlage hängen. Was alles dahinter steckt, dringt über die pompösen Filmkulissen à la "Der Pianist" nicht durch. So bleibt am Ende eine recht harmlose Kindergeschichte übrig und die Frage, was den Filmemacher dazu bewogen hat, Charles Dickens Roman zu verfilmen ohne in tiefere Bedeutungsschichten einzudringen.
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2022