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RETRO News
O.W. Fischer und Klaus Kinski
Gong

Vom Thron in Jedermanns Gedächtnis

Sissis Seelenverwandtschaft

Kaiserin Elisabeth verfiel fast dem Wahnsinn, als sie vom plötzlichen Tod ihres Vetters, König Ludwig II., erfuhr. Niemand wollte ihr glauben, dass der Herrscher nicht verrückt gewesen sei, dass sein Tod im Starnberger See hätte verhindert werden können. Auch von solch historischen Dramen zehrt die Filmlandschaft, wie die Zeitschrift Gong in ihrer Ausgabe vom 31. Oktober 1954 berichtet.
Von  Indra Fehse/Filmreporter.de,  20. Mai 2018
O.W. Fischer und Robert Meyn
Gong
O.W. Fischer und Robert Meyn

Rätselhafter Tod

Noch immer gibt der Tod des so genannten 'Märchenkönigs' Rätsel auf. Einige glauben, er hätte sich selbst ertränkt, andere sprechen von Mord. Wie sein Tod, so gab auch das Leben des Königs von Bayern genug Stoff für Verfilmungen, allerdings stellen diese oftmals die psychische Krankheit des Mannes in den Vordergrund.

Nun arbeitet Regisseur Helmut Käutner an seinem Farbfilm "Ludwig II. - Glanz und Elend eines Königs". Für die Hauptrolle konnte er O.W. Fischer gewinnen. Klaus Kinski verkörpert Prinz Otto, den jüngeren Bruder Ludwigs II., der nach seinem Tode die Krone übernehmen sollte. Die Rolle der Kaiserin Sissi übernimmt Ruth Leuwerik.


Ludwig II. - Glanz und Elend eines Königs
Kinowelt
Ludwig II. - Glanz und Elend eines Königs

Beliebter Filmstoff

Nach dem Tod König Ludwigs II. gab sich seine trauernde Kusine Sissi dem Totenkult hin und sprach ständig mit ihrem Seelenverwandten Ludwig. Prinz Otto, Bruder des 'Märchenkönigs', übernahm die Krone, nachdem auch bei ihm einige Jahre zuvor eine psychische Krankheit diagnostiziert wurde. Auch davon erzählt Helmut Käutners Film, der 1955 in die deutschen Kinos kam.

Einen weitaus größeren Erfolg konnte Luchino Visconti mit seinem Werk "Ludwig II." aus dem Jahr 1972 mit Helmut Berger in der Hauptrolle erzielen. Viscontis Projekt erhielt 1974 eine Oscar-Nominierung für das beste Kostümdesign und gewann Preise auf diversen Filmfestivals. Regisseur Hans-Jürgen Syberberg drehte gleich zwei aufeinanderfolgende Filme zur Person Ludwigs II. 1972 stellte er "Ludwig - Requiem für einen jungfräulichen König" vor, nur ein Jahr später präsentierte er "Theodor Hierneis oder Wie man ehemaliger Hofkoch wird".
Von  Indra Fehse/Filmreporter.de,  20. Mai 2018

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