Der Spiegel
Curd Jürgens

Curd Jürgens

Geboren
13. Dezember 1915
Gestorben
18. Juni 1982
Alias
Curt Jürgens
Tätig als
Darsteller, Regisseur
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IMDB
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9,0 (1 User)
Weltgewandter normannischer Schrank
Curd Jürgens liebt den Luxus
Von der deutschen Leinwand schaffen nicht viele Schauspieler den Sprung in die große weite Welt. Einer der ersten, dem das Kunststück gelang, war Curd Jürgens. Im Nachkriegsdeutschland bekannt geworden, ist er bald in internationalen Produktionen an der Seite von Weltstars zu sehen. 193 cm hoch gewachsen, markante Gesichtszüge, blonde Haare und blaue Augen sind die Attribute, die seinem Erfolg beflügeln. Kaum ein anderer pflegte das Image des Lebemanns so ausschweifend wie "der normannische Schrank": fünf Ehefrauen, Häuser in aller Welt und eine Leidenschaft für Rolls-Royce.
Film-Großkotz Curd Jürgens speist königlich
Goldenes Besteck für seine Majestät
Der 44-jährige Bühnen- und Filmschauspieler Curd Jürgens bestellte kürzlich bei einer Solinger Besteckfabrik ein Besteck aus massivem Gold für zwölf Personen. Natürlich war es eine Sonderanfertigung, weshalb die Übergabe höchst feierlich vonstatten ging.
Waghalsige Männer im Kampf um rassige Schönheit
Duell in der Zirkusmanege
Curd Jürgens und Bernhard Wicki: In Kurt Neumanns Melodram "Rummelplatz der Liebe" stehen sich die Vorzeige-Helden des deutschen Films als Rivalen um die Gunst einer verführerischen Artistin gegenüber. Verkörpert wird Turmspringerin Lilli von Eva Bartok, die kurz zuvor als Partnerin von Burt Lancaster in "Der rote Korsar" zu sehen war und sich zum Sex-Symbol des internationalen Films gemausert hat. Ob Leidenschaft, Intrige und Zirkusluft: Diesem in deutsch-amerikanischer Koproduktion entstandenen Artistenfilm fehlt es an nichts!
Erfolgreich mit Akzent
Gerüchte um Eva Bartok
Die Ungarin Eva Bartok hat sich als Schauspielerin und Theaterdarstellerin etabliert. Internationale Anerkennung erhielt sie für ihre Darstellung der Dunja im gleichnamigen Film. Doch das Leben eines Stars hat auch seine Schattenseiten, wie sie der Zeitschrift Film-Revue am 21. August 1956 berichtet.
Goldene Palmen und Cocktails
Glamour beim 10. Cannes-Festival
Das renommierte Filmfestival in Cannes findet nun schon zum zehnten Mal statt. Mehr als 30 Nationen beteiligen sich am diesjährigen Jubiläum. Curd Jürgens kam in zauberhafter Begleitung der afroamerikanischen Schauspielerin Dorothy Dandridge. Elizabeth Taylor glänzte mit Juwelen und ihrem drittem Ehemann Mike Todd. Die tahitische Schauspielerin Maea Flohr sorgte für Aufsehen, als sie barfuß zu einem Empfang erschien. Französische Filmstars ließen sich ebenso wie die Sonne nur selten an der Croisette blicken. Eine schöne Ausnahme war Dany Carrel.
Hinter der Kamera
Fotograf Arthur Grimm
Wer auf Fotos gut aussieht, hat im Zweifelsfall hinter der Kamera einen Künstler, der ihn richtig in Szene setzt. Weil die Starfotografen fast nie ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten, hat die Zeitschrift Arthur Grimm in den Fokus genommen. Der Artikel erläutert, vor welchen Schwierigkeiten ein Fotograf wie er steht, mit welchen Gegnern er zu kämpfen hat und welche Fähigkeiten man für den Beruf mitbringen muss.
Curd Jürgens sorgt für Überraschung
Maria Schell ist überzeugt!
Beim Dreh zu "Die Ratten" vor drei Jahren scheinen sich Curd Jürgens ("Die goldene Brücke") und Maria Schell ("Playhouse 90") erneut verstanden zu haben. Denn beide stehen nun bereits zum dritten Mal gemeinsam vor der Kamera. Diesmal drehen sie das Drama "Der Schinderhannes" von Helmut Käutner ("Zu jung"), wie die Filmzeitschrift Carl Zuckmayers gleichnamigem Theaterstück von 1927. Das Drehbuch stammt von George Hurdalek. Käutner wird neben der Regie auch die Rolle eines französischen Offiziers übernehmen. Während die Filmzeitschrift noch zweifelt, ob Jürgens die Titelrolle entsprechend interpretieren kann, ist Schell überzeugt: "Ihr werdet überrascht sein!", kündigt sie mit großen Worten an.
Romanze unter Adligen
Verliebte Romy Schneider
Robert Siodmak ("Die Ratten") ist es gewohnt, mit Größen des Filmgeschäfts zu arbeiten. Der Regisseur drehte schon mit Heinz Rühmann, Mario Adorf, Ava Gardner und Burt Lancaster. So ist es auch keine Überraschung, dass er für sein neues Projekt "Katja, die ungekrönte Kaiserin" wieder zwei der populärsten Schauspieler Europas gewinnen konnte. Wie die Filmzeitschrift Curd Jürgens und Romy Schneider, die ihrem Bild der kindlichen Kaiserin weiterhin treu bleibt.
Ingrid Bergman in "Die Herberge zur sechsten Glückseligkeit"
Drehpause in Europas größter Kulissenstadt
In der Nähe von London wurde für den Film "Die Herberge zur sechsten Glückseligkeit" die chinesische Stadt Wangcheng aufgebaut. Es ist die größte Kulissenstadt, die jemals außerhalb Hollywoods errichtet wurde. Der neugierigen Presse boten die Veranstalter einem Drehtag etwas Besonderes: einen Rundflug über die Kulissenstadt sowie original chinesisch zubereitetes Essen in einem riesigen Zelt. Redakteure der Filmzeitschrift Curd Jürgens und Ingrid Bergman die Hauptrollen spielen.
Selbsterkenntnis durch Handeln in Gefahrensituationen
Curd Jürgens trifft auf Orson Welles
Die Menschen sind nicht immer das, was sie vorgeben zu sein. Oftmals tragen sie Masken, unter deren Oberfläche sich ihre wahre Persönlichkeit verbirgt. Diese Erkenntnis beeinflusst spätestens seit Freuds Dualitätsprinzip des menschlichen Wesens nicht nur die Psychologie, sondern auch die gesamte Kultur- und Kunstgeschichte. Sie ist auch Thema des Berichts der Zeitschrift Film und Frau aus dem Jahr 1959.
"Auge um Auge": Nachlässigkeit mit fatalen Folgen
Curd Jürgens versagt in Cayatte-Film
Unterlassene Hilfeleistung - ein schweres Delikt. Doch was, wenn man einfach zu erschöpft ist, um zu helfen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der neue Film "Auge um Auge" von André Cayatte. Darin weigert sich ein Arzt, eine todkranke Frau zu behandeln, da ihm nach einem anstrengenden Arbeitstag die Kraft dazu fehlt.
Helmut Käutner beleuchtet Kollektivschuld
Des Teufels General
Jahrelang bemühte man sich vielerorts um die Rechte an Carl Zuckmayers Theaterstück "Des Teufels General". Die vielen wiederaufgenommenen Soldaten-Filme wollen ein möglichst objektives Bild vergangener Tatsachen vermitteln. Hamburgs Real-Film-Chef Walter Koppel muss sich keine Sorgen machen, dass sein zweiter Uniform-Film nicht ankommt. Nach dem Misserfolg von "Die letzte Nacht" (1949), hat das deutsche Publikum an den Kinokassen mittlerweile dokumentiert, dass es auf Uniformen förmlich fliegt.
2022