Universum Film
Jessica Chastain in "Die Erfindung der Wahrheit" (Miss Sloane) 2016
Mit Geduld in den Hollywood-Olymp
Starfeature: Jessica Chastain arbeitet hart
Jessica Chastain gehört zu den Millionenverdienern der Traumfabrik. Der Weg zum Ruhm gleicht für sie einem Langstreckenlauf. Lange stockt die Karriere der 42-jährigen Schauspielerin. Seit Mitte der 2000er Jahre brilliert die Kalifornierin in mehr als 40 Film-und Fernsehproduktionen sowie etlichen Bühneninszenierungen. 2011 kommt der Durchbruch. In "Molly's Game - Alles auf eine Karte" spielt sich die rothaarige Schönheit 2017 endgültig in die Herzen des Publikums. Das Biopic von Aaron Sorkin öffnet ihr die Tür zu großen Hollywood-Blockbustern.
Von  Katharina Dockhorn/Filmreporter.de,  9. April 2021
SquareOne Entertainment
Molly's Game - Alles auf eine Karte (2017)
Als die von ihr gespielte Molly Bloom um die Jahrtausendwende Millionen scheffelt, gehen noch große Scheine über die Spieltische. im Gegensatz zu heute, wo es eine Vielzahl von Anbietern wie PokerStars Vegas gibt, die eine Vielzahl von Spielen anbieten. Mit ihrer Lust am Spiel und Gier rechnete die eiskalte Geschäftsfrau Bloom, die Regisseur Aaron Sorkin mit pointiertem, umwerfendem Humor ihr Leben rekapitulieren lässt. Dabei setzt er neben dem schauspielerischen Talent auch auf die optischen Reize von Jessica Chastain. Der fulminante Auftritt in einem der besten Poker-Filme aller Zeiten, brachte ihr eine weitere Golden Globe Nominierung.

In der Mischung aus klassischem Gerichtsdrama, Biopic und spannenden Zocker-Runden setzt er die Schauspielerin von der ersten bis zur letzten Minuten als moderne Frau mit Köpfchen und sexy Aussehen in Szene, die die Männer selbstsicher um den Finger wickelt und sie nach ihrer Pfeife tanzen lässt - ohne das diese es merken.
Universum Film
Jessica Chastain in "Die Erfindung der Wahrheit" (Miss Sloane) 2016
Oma ist immer an ihrer Seite
Der Erfolg ist der am 24. Märt 1977 im sonnigen Kalifornien geborene Jessica Chastain nicht in die Wiege gelegt. Die wilde Lockenmähne erbt sie von ihrem leiblichen Vater, Rockmusiker Michael Monasterio, zu dem sie zeitlebens ein distanziertes Verhältnis hat. Sie wächst bei ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und mit vier Geschwistern im Norden Kaliforniens auf. Ihre Mutter beeinflusst maßgeblich ihren Lebensstil, beide sind Veganer.

Lange zweifelt Jessica Chastain an sich. In der Schule ist sie schlecht und verpasst sogar den Highschool-Abschluss. Dafür fördert die Oma ihre kreativen Talente. Sie ermuntert das schüchterne Mädchen, mit sieben Jahren das erste Mal auf der Bühne zu stehen. Außerdem bezahlt sie ihr den Ballett-Unterricht. Beide haben ein inniges Verhältnis - zu Preisverleihungen, Premieren und Fernsehauftritten ist die stolze Großmutter lange an Jessicas Seite.

Mit 13 schließt sich Chastain einer Tanzgruppe an und träumt von einer Karriere im Ballett. Mit 21 steht sie in einer Aufführung von Shakespeares "Romeo & Julia" auf der Bühne und studiert anschließend mit einem Stipendium von Robin Williams in New York vier Jahre Schauspiel. Nach ersten Auftritten auf der Bühne und in den beliebten Serien wie "Emergency Room - Die Notaufnahme", "Veronica Mars" und "Close to Home" gibt sie 2008 ihr Kinodebüt in Dan Irelands Independentfilm "Jolene" nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von E. L. Doctorow.
Koch Media
Lawless - Die Gesetzlosen
Shakespeare bis Südstaaten-Drama: Sieben Filme in einem Jahr
Oft gibt sie Nebenrollen ein unverwechselbares Gesicht. 2011 kommt dann der ersehnte Durchbruch, für den sie so hart gearbeitet hat. Sieben Filme kommen innerhalb weniger Monate ins Kino - darunter auch Hochkaräter, die Publikum und Kritiker gleichermaßen überzeugen.

Ralph Fiennes "Coriolanus"-Adaption wird zur Berlinale eingeladen, noch schüchtern schreitet Chastain neben dem Regisseur und Gerald Buttler über den Roten Teppich. Wenige Monate später erobert die charmante Amerikanerin Fimmekka Cannes mit Terence Malicks Epos "Tree of Life" und dem Prohibitionsdrama "Lawless". Neben Brad Pitt und Sean Penn spielt sie für Malick eine tiefgläubige Ehefrau, die wie ihre Söhne unter dem strengen Regiment ihres Mannes leidet, aber nicht wagt, gegen dessen rigiden Erziehungsmethoden einzuschreiten. Das fragile Familiengefüge bricht auseinander, als das Familienoberhaupt die Arbeit und einer der Söhne das Leben verliert.

In "Lawless" von John Hillcoat kann sie auf ihre Balletterfahrungen zurückgreifen. Sie spielt die Tänzerin Maggie Beauford, die sich in einer Kneipe als Kellnerin verdingt, in der schwarz gebrannter Schnaps ausgeschenkt wird. Bald gerät sie zwischen die Fronten zwischen Verbrechern, korrupten Bullen und Polizisten.
Walt Disney
The Help
Frauenpower bei der Jagd auf Osama Bin-Laden
Man sieht Chastain auch im Publikumshit "The Help" als einsame Südstaaten-Schönheit Celia Foote, was ihr erstmals eine Nominierung für Golden Globe und Oscar für die beste Nebenrolle einbringt. Ein Jahr später beweist sie erstmals, dass sie eine Hollywood-Hochglanzproduktion als Hauptdarstellerin schultern kann. In Kathryn Bigelows spannendem Agenten-Thriller "Zero Dark Thirty" gibt sie die ehrgeizige und eiskalte CIA-Agentin Maya, die besessen ist von der Suche nach Osama bin Laden. Sie ist nicht zimperlich in den Verhören mutmaßlicher Komplizen, muss aber mehrere Rückschläge hinnehmen und verliert enge Freunde.

Jessica Chastain wird für "Zero Dark Thirty" mit dem Golden Globe geehrt und wird mit einer weiteren Oscar-Nominierung belohnt. Das Time-Magazin wählt die Schauspielerin unter die 100 einflussreichsten Menschen der Erde. Man brauche neben Talent auch das Glück, im richtigen Moment an der richtigen Stelle zu sein, ordnet Chastain selbst den ersehnten Ruhm ein, der ihr bisher nicht zu Kopf gestiegen ist.
SquareOne/Universum Film
Jessica Chastain in "A most violent Year"
Ausflug auf den Mars - privates Glück
Nach diesem Erfolg kann sich Chastain die Rollen aussuchen, auf die sie sich stets akribisch vorbereitet. Im November 2012 gibt sie ihr Broadway-Debüt. Mit "Interstellar" und "Der Marsianer" dreht sie zwei Science-Fictions-Produktionen mit ähnlichen Konstellationen. In Christopher Nolans spiritistisch angelegtem Epos über die Folgen von Weltraumflügen für die Daheimgebliebenen spielt sie die Tochter eines Astronauten, der jahrelang auf Mission in den unendlichen Weiten des Weltraums ist. In Ridley Scotts Odyssee gehört sie dann selbst zu einer Crew von Mars-Eroberern, die einen der ihren auf dem roten Planeten zurücklassen.

2017 heiratet sie Gian Luca Passi de Preposulo, den Erben einer italienischen Mode-Dynastie. Ein Jahr später wird Tochter Giulietta von einer Leihmutter geboren. Das private Glück weckt in Chastain die Lust, auch beruflich Neuland zu betreten. Nach unzähligen Dramen überrascht sie ihre Fans in dem Comic-Helden-Epos "X-Men: Dark Phoenix" und als Auftragskillerin in "Ava".
Von  Katharina Dockhorn/Filmreporter.de,  9. April 2021
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