| Originaltitel | Kriegerin | |
| Genre | Drama | |
| Land & Jahr | Deutschland 2011 | |
| Verkaufsstart | 09.10.2012 (Ascot Elite Home Entertainment) | |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 106 min. | |
| Regie | David Wnendt | |
| Darsteller | Alina Levshin, Jella Haase, Gerdy Zint, Lukas Steltner, Winnie Böwe, Uwe Preuss | |
| Homepage |
http://www.kriegerin-film.de/ http://www.kriegerin-film.de |
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| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
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Making of, Interviews • Behind the Scenes • Unterrichtsmaterial • Originaltrailer • Trailershow
In der ostdeutschen Provinz ist wenig los. Außerdem sind viele arbeitslos. Die wenigen vorhandenen Stellen schnappen Ausländer zu Unrecht den Deutschen weg. Dieser rechtsextremen Meinung ist Marisa (Alina Levshin). Die 20-jährige wächst in einer von Arbeitslosigkeit geprägten ostdeutschen Kleinstadt auf. Der braune Sumpf ist hier besonders tief! Auch Marisa ist Mitglied einer fremdenfeindlichen Gruppe. Mit ihrem Freund Sandro (Gerdy Zint) und dessen Kumpanen beleidigt sie Ausländer, ruft nationalsozialistische Parolen, randaliert und besäuft sich regelmäßig.
An ihrem Arbeitsplatz im Supermarkt, weigert sich Marisa immer wieder, Ausländer zu bedienen. Ihre Weltsicht ändert sich erst, nachdem sie Asylbewerber Jamil (Najebullah Ahmadi) bei einem Autounfall angefahren und in der Folge kennen gelernt hat. Marisa stellt bald fest, dass der Ausländer nicht ihrem Feindbild entspricht. Langsam stellt sie ihre bisherigen Ansichten in Frage...
Jeder Mensch hat laut David Wnendt eine rechtsextreme Präposition. Wie leicht diese zum Vorschein kommen kann, möchte der Regisseur in "Kriegerin" zeigen. Sein chronologisch erzähltes Drama beeindruckt mit seiner akribisch ausgearbeiteten Geschichte. Diese zeichnet ein realistisches Bild des Rechtsextremismus in der ostdeutschen Provinz. Für die Konzeption seines Dramas, reiste der Regisseur mehrere Wochen durch Ostdeutschland. Dabei besuchte er einschlägige Gruppen, deren Lokale und Diskotheken. Außerdem sprach Wnendt mit rechtsextremen Frauen, um bei seiner Protagonistin Klischees zu vermeiden.
Diese wird von Alina Levshin ("Krankheit der Jugend") überzeugend verkörpert. Sie schafft es ihre Figur erst hassenswert und dann liebenswert erscheinen zu lassen. Neben Levshin verblassen Kodarsteller wie Jella Haase ("Lollipop Monster") etwas, obwohl diese ihre Charaktere ebenfalls authentisch verkörpern. Durch die von Fremdenhass motivierten Morde dreier Neonazis erhält das Thema Ende 2011 eine erschreckende Aktualität. Während viele Medien Neonazis meist als straff organisierte Einheit darstellen, macht Wnendt eine andere Erfahrung. Deshalb zeigt er das rechtsradikale Milieu als verrohte Horde, deren Mitglieder sich auch untereinander nicht ausstehen können.
