| Originaltitel | Dom za vesanje | |
| Genre | Drama | |
| Land & Jahr | Jugoslawien 1989 | |
| FSK & Länge | ab 16 Jahren• 137 min. | |
| Regie | Emir Kusturica | |
| Darsteller | Davor Dujmovic, Bora Todorovic, Ljubica Adzovic, Husnija Hasimovic, Sinolicka Trpkova, Zabit Memedov | |
| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
User:7.3
Anzahl User:4
Anzahl Userkommentare:1
Redaktion:8.0
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Der geniale serbische Regisseur Emir Kusturica schickt Perhan (Davor Dujmovic) auf eine wahrhaft abenteuerliche Odyssee, die ihn von Jugoslawien nach Italien führen wird. Gemeinsam mit seiner gehbehinderten Schwester Danira (Elvira Sali) sowie seinem etwas launischen, dem Glücksspiel verfallenen Onkel Merdžan (Husnija Hasimovic) lebt der musikalische Perhan bei seiner geliebten Oma Chaditza (Ljubica Adzovic). Verliebt ist Perhan in das Nachbarsmädchen Azra (Sinolicka Trpkova), doch deren Mutter stellt sich einer Heirat zwischen den Verliebten in den Weg. Sie stört, dass Perhan das uneheliche Kind eines slowenischen Soldaten ist. Außerdem ist er arm und damit nicht gut genug für ihre Tochter. Bewegung in das scheinbar festgefahrene und fremdbestimmte Leben kommt, als Ahmed (Bora Todorovic) das entlegene Dorf besucht. Er hat einen kleinen Sohn, der an Atembeschwerden leidet.
Als Chaditza, die sich aufs Wunderheilen versteht, den Jungen gesund pflegt, trifft sie mit Ahmed eine Vereinbarung. Anstatt für die Heilung entlohnt zu werden, soll Ahmed ihre Enkelin nach Ljubljana bringen, wo sie am Bein operiert werden kann. Doch es kommt alles anders, als geplant. Perhan landet mit dem kriminellen Ahmend in Mailand, wo dieser und seine Brüder von Zuhälterei, Betteln und Diebstählen leben. Auch Perhan soll sich prostituieren, doch der Teenager kann sich dem entwürdigenden Vorgang entziehen. Statt dessen bricht er für Ahmed in Wohnungen ein. Nachdem er sich nach Jahren zu einem wohlhabenden Kriminellen hochgearbeitet hat, kehrt er nach Jugoslawien zurück, um sich um seine Schwester und seine große Liebe zu kümmern. Sein Entsetzen ist groß, als er erfährt, was aus beiden geworden ist...
Emir Kusturica inszenierte mit "Time of the Gypsies" einen bildgewaltigen und poetischen Film, der die Wirklichkeit mit der Märchen- und Legendenwelt der Roma und Sinti auf beeindruckende Weise verknüpft. Entstanden ist ein rauschhaftes Epos, der im typischen Stil des Regisseurs ein magisches und groteskes Abenteuer auf die Leinwand zaubert. Kusturica wurde 1989 für sein Meisterwerk auf den Internationalen Filmfestspielen in Cannes als bester Regisseur prämiert. Großartig ist auch die von Goran Bregović komponierte Musik, die die wehmütig-poetische Stimmung von "Time of the Gypsies" potenziert. Bregović arbeitete in den folgenden Jahren auch bei "Arizona Dream" und "Underground" erfolgreich mit Kusturica zusammen.
