| Originaltitel | 13 Semester | |
| Genre | Komödie | |
| Land & Jahr | Deutschland 2009 | |
| Kinostart | 07.01.2010 (20th Century Fox) | |
| FSK & Länge | ab 0 Jahren• 101 min. | |
| Regie | Frieder Wittich | |
| Darsteller | Max Riemelt, Dieter Mann, Robert Gwisdek, Amit Shah, Daniel Zillmann, Cyril Sjöström | |
| Homepage |
http://www.13-semester.de |
|
| Links | IMDB | |
|
Bewertung (Skala: 1-10)
User:10.0
Anzahl User:1
Anzahl Userkommentare:1
Redaktion:7.0
| ||
"Natürlich wieder auf den letzten Drücker, Herr Volz". Mit diesen Worten wird Moritz (Max Riemelt) von seinem Dozenten zur Abschlussprüfung in Wirtschaftsmathematik empfangen. In einer kurzen Verschnaufpause durchlebt der angehenden Akademiker die letzten sechs Studienjahre in Gedanken noch einmal im Zeitraffer. Zusammen mit seinem Freund Dirk (Robert Gwisdek) entfloh er einst der heimatlichen Idylle seiner brandenburgischen Geburtsstadt. Schon bald muss er erkennen, dass er und Dirk unterschiedliche Vorstellungen vom Leben haben. Der Lernstoff an der TU Darmstadt fordert Moritz alles ab, auch weil er neben dem Studium noch andere Vorlieben entwickelt. In Mitbewohner Bernd (Alexander Fehling) stößt er diesbezüglich bald auf einen Gleichgesinnten. Traumfrau Kerstin (Claudia Eisinger) wird gemeinsam unter die Lupe genommen, dem Alkohol gefrönt und abenteuerlichen Geschäftsideen nachgegangen. Es ist eine Zeit voller intensiver Momente und orientierungsloser Unsicherheit. Als er aus seinen Gedanken erwacht quält Moritz nur ein Gedanke: Hoffentlich war Alles nicht umsonst, jetzt gilt's die letzte Hürde zu überwinden.
Semester für Semester wird die Studentenkarriere des Protagonisten nacherzählt. Beginnend vom Aufbruch aus der elterlichen Langeweile, dem Lernstress vor dem Vordiplom, dem frauenbedingten Liebesschmerz, der enttäuschten Männerfreundschaft. Regisseur Frieder Wittich bedient viele Klischees, ohne allerdings den positiven Gesamteindruck zu schmälern. Im Gegenteil, die Anekdoten wirken nicht plump, sondern tatsächlich aus dem Studentenleben gegriffen. Der Ärger mit Bibliothekbestandsbüchern oder dem WG-Mitbewohner, der auf alle Regeln des friedlichen Miteinanders pfeift, sich jedoch bei der kleinsten Verfehlung eines Anderen sofort echauffiert, zeugt von Realitätsnähe. Es ist vor allem der überzeugenden Darstellung von Max Riemelt und Claudia Eisinger geschuldet, dass die Inszenierung nicht zu einer plumpen Teeniekomödie verkommt, sondern sich als charmante Auseinandersetzung mit dem Erwachsenwerden entpuppt. 13 Semester ist nicht nur etwas für angehende Studenten oder zur Nostalgie neigende Altakademiker.

Nachwuchsschauspieler Robert Gwisdek macht erstmals im Jahr 2005 in Leander Haußmanns "NVA" auf sich aufmerksam. Der Sohn von Schauspielerin Corinna... weiter