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Magic Silver - Das Geheimnis des magischen Silbers

OriginaltitelJulenatt i Blåfjell
GenreKinderfilm, Abenteuer
Land & Jahr Norwegen 2009
Kinostart03.02.2011 (Kinostar)
FSK & Länge ab 6 Jahren• 86 min.
RegieKatarina Launing, Roar Uthaug
Darsteller Simen Bakken, Sigve Bøe, Nikoline Ursin Erichsen, Kari Ann Grønsund, Kyrre Hellum, Johan Tinus Lindgren
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Bewertung (Skala: 1-10)
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Redaktion:4.0

Film: Inhalt

Das Volk der Blauwichtel lebt im Inneren des blauen Berges, abseits von Menschen und deren Zivilisation. Dort sind die mythischen Wesen für den Wechsel von Tag und Nacht zuständig, indem sie Blaubeersaft in das magische Silber gießen, eine geheimnisvolle Substanz, die der Berg birgt. Dieser Aufgabe ordnen die Wichtel ihr ganzes Leben unter. Als die Lebensenergie des greisen Blauwichtelkönigs (Finn Schau) schwindet, macht sich seine ängstliche Tochter auf, um ein Heilmittel zu finden.

Man erzählt der jungen Prinzessin Blaurose (Ane Viola Semb), dass dem Vater nur noch Geld helfen könne. So begibt sie sich auf die Suche nach diesem angeblichen Wunderelixir. Dabei schließt sie neue Freundschaften, trifft auf Menschen und lernt eine andere Wichtelart kennen. Die Roten Wichtel bringen bald die Ruhe und den Tagesablauf im blauen Berg durcheinander.

Film: Kritik

Für die Figuren aus "Magic Silver - Das Geheimnis des magischen Silbers" hat sich Regisseur Roar Uthaug seine Wichtel aus dem nordischen Mythenschatz geborgt. In die sagenhafte Geschichte der Bergbewohner ist die Kinderfrage eingewoben, wer denn für den Wechsel vom Tag zur Nacht verantwortlich ist. Um einen reibungsfreien Ablauf des Tageszeitenwechsels zu garantieren, wird schon den kleinsten Blau-Wichteln eingeimpft, niemanden in den Berg zu lassen. Diese und andere Blauwichtelregeln werden Tag für Tag im Kinderchor aufgesagt, was Assoziationen zu einem ideologischen Drill weckt. Auch wenn von ‘falschfarbigen‘ Wichteln die Rede ist, schaudert der erwachsene Zuschauer leicht.

Die Entwicklung der Hauptfigur hat einen erzieherischen Aspekt. Prinzessin Blaurose wird dabei gezeigt, wie sie die Rockzipfelphase der Kindheit hinter sich lässt und einen ersten Schritt in Richtung Erwachsen werden macht. In der Bergwelt-Kulisse fallen einige Nachlässigkeiten in Bezug auf die Ausstattung auf. So haben die Filzmützen glatte Industrienähte, Blauroses Winterstiefel zu gleichmäßige Metallösen und den wenigen Pflanzen im Berg sieht man ihre Plastikbeschaffenheit an. Auch eine rasante Schlittenfahrt der jungen Prinzessin ist auffällig schlecht animiert. Die Königsahnen der Blauwichtel, deren Gesichter wie die US-Präsidentenköpfe des Mount Rushmore in den Berggestein eingehauen scheinen, sind hingegen gut gelungen. Sie erinnern an Michael Endes Steinbeißer-Figuren aus der "Unendlichen Geschichte". Bisweilen glaubt man sich in "Magic Silver - Das Geheimnis des magischen Silbers" wegen seiner Heile-Welt-Atmosphäre in einem Bonbon-Imagefilm. Die Wichtelmutter herzt ihr Kind quälend lange und auch der Vater lächelt viel zu gutmütig in die Kamera.

Magic Silver - Das Geheimnis des magischen Silbers

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