| Originaltitel | Kill Me Please | |
| Genre | Komödie | |
| Land & Jahr | Frankreich/Belgien 2010 | |
| Kinostart | 17.05.2012 (Neue Visionen) | |
| FSK & Länge | ab 16 Jahren• 95 min. | |
| Regie | Olias Barco | |
| Darsteller | Aurélien Recoing, Benoît Poelvoorde, Muriel Bersy, Nicolas Buysse, Ingrid Heiderscheidt, Jérôme Colin | |
| Homepage |
http://www.rtbf.be/kill-me-please |
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| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
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Dr. Kruger (Aurélien Recoing) betreibt ein umstrittenes Geschäft mit dem Tod. Seine exklusive Privatklinik hat er in einem abgelegenen Schlösschen mitten im Wald untergebracht. Hierher kommen Patienten, die nicht mehr weiter wissen. Krugers reiche Klienten kommen aus aller Welt, um seine Dienste in Anspruch zu nehmen. Der Arzt bietet Sterbehilfe an. Doch nicht jeder kommt in den Genuss dieser Dienstleistung. Zunächst muss man sich bewerben. Mit gepbtem Auge prüft Kruger, wer ein brauchbarer Kandidat für den Giftcocktail ist und wer zum Weiterleben verdammt wird. Wer bleiben darf, bekommt natürlich einen letzten Wunsch erfüllt. Vom Mehr-Gänge-Menü bis zum Sex mit einer schönen Studentin ist alles im Angebot, die begüterten Patienten können es sich ja leisten.
Dr. Krugers Klinik wird zum Sammelbecken für unheilbar Kranke, Gescheiterte und jene, die des Lebens schlicht überdrüssig sind. Der Betrieb schlittert allerdings ins Chaos, als eine Steuerfahnderin Ermittlungen in Krugers Klinik aufnimmt. Zu allem Überfluss treibt auch noch ein Serienkiller sein Unwesen. Ein Sterbewilliger nach dem anderen wird unter mysteriösen Umständen ermordet. So kann das nicht weitergehen!
Am Anfang von "Kill Me Please" stehen die Selbstmordgedanken von Regisseur und Drehbuchautor Olias Barco. Nach seinem ersten Kinofilm "Snowboarder" wollte er sich tatsächlich umbringen. Ein guter Freund riet ihm allerdings dazu, lieber einen Film über das Thema zu machen. Das Ergebnis von Barcos Bemühungen ist eine bitterböse Satire, die stellenweise auch ins Groteske abgleitet.
Besonders schön ist dabei der Kontrast zwischen der düsteren Bildebene des Schwarz-Weiß-Films und den herrlich absurden Dialogen. Sanft überzeichnete Figuren liefern sich urkomische Wortgefechte über die abseitigsten Themen. Denn wer kurz davor ist abzutreten, muss kein Blatt mehr vor den Mund nehmen. Dass sich im Angesicht eines mysteriösen Serienkillers der Überlebenstrieb der Patienten regt, entlarvt die Suizidneigung als Luxus für gelangweilte Reiche.
Dieser Kontrast ist so amüsant wie relevant. Das Thema Sterben wird ironisch und sarkastisch aber nie zynisch behandelt. Im Herzen bleibt "Kill Me Please" trotz des sozialen Kommentars eine Komödie. Elegant zeigt Olias Barco, wie witzig der Tod sein kann. Man muss ihn nur durch die richtige Brille betrachten.
