| Originaltitel | Simon and the Oaks | |
| Alternativ | Simon & the Oaks | |
| Genre | Drama | |
| Land & Jahr | Schweden/Dänemark/Deutschland 2011 | |
| Kinostart | 28.06.2012 (farbfilm verleih) | |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 122 min. | |
| Regie | Lisa Ohlin | |
| Darsteller | Bill Skarsgård, Helen Sjöholm, Stefan Gödicke, Jonatan S. Wächter, Jan Josef Liefers, Karl Martin Eriksson | |
| Homepage |
http://www.simon-derfilm.de |
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| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
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Simon Larsson (Bill Skarsgård) lebt mit seinen Eltern Karin (Helen Sjöholm) und Erik (Stefan Gödicke) in der Nähe von Göteborg. Erik ist Arbeiter, ein Mann der Tat, dagegen ist sein Sohn ein Feingeist und liest lieber als mit anderen Jungs zu toben oder von seinem Vater das Boxen zu erlernen . Seinen Fantasiewelten geht Simon oft in der Krone einer alten Eiche nach. Freunde hat er bislang nicht.
Seiner Mutter hat es Simon zu verdanken, dass er auf eine Eliteschule in der Stadt gehen darf. Dort findet er in Isak (Karl Martin Eriksson) einen besten Freund. Dessen Vater ist der wohlhabende Buchhändler Ruben Lentov (Jan Josef Liefers). Durch die Freundschaft der Kinder lernen sich auch die Familien der beiden kennen, dabei kommt es allerdings zu so manchem Konflikt. So steht Erik dem gebildeteren Ruben eher skeptisch gegenüber.
Der Beginn des Zweiten Weltkrieges bringt existentiellere Probleme in die Familie von Simon. Als dieser erfährt, dass er jüdische Wurzeln hat, holt die Realität seine Tagträumereien ein...
Die Geschichte von "Simon" erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte. Positiv ist, dass die Figuren sehr gut charakterisiert werden. Die Spannungen zwischen Vater und Sohn authentisch rüberzubringen, ist eine der Stärken der gefühlvollen Erzählung. Auf der anderen Seite bringen die vielen ruhigen Momente die Handlung immer wieder ins Stocken. Das ist nicht immer schlimm, ist das historische Drama doch toll fotografiert. Auf die eine oder andere lange Landschaftsaufnahme hätte Regisseurin Lisa Ohlin dennoch verzichten sollen.
Die Zuspitzung der Konflikte wirkt etwas konstruiert. So muss die Familie im von den Nationalsozialisten besetzten Schweden um Simons Leben fürchten, da dieser jüdische Wurzeln hat. Als wäre das nicht schon schlimm genug, kommt ein furchtbares, bislang verschwiegenes Familienkapitel nach dem anderen zu Tage. Die dadurch zu überfrachtete Inszenierung weiß aber insgesamt durch ihre Atmosphäre und die gelungene Darstellung des historischen Stoffes zu überzeugen.
