| Originaltitel | Oh Boy | |
| Alternativ | Oh Boy! | |
| Genre | Komödie | |
| Land & Jahr | Deutschland 2012 | |
| Kinostart | 01.11.2012 (X Verleih) | |
| FSK & Länge | 83 min. | |
| Regie | Jan Ole Gerster | |
| Darsteller | Tom Schilling, Inga Birkenfeld, Martin Brambach, Annika Ernst, Michael Gwisdek, Katharina Hauck | |
| Homepage |
http://www.ohboy.x-verleih.de |
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| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
User:7.7
Anzahl User:3
Anzahl Userkommentare:2
Redaktion:6.0
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Niko (Tom Schilling) ist Ende zwanzig und hat noch nicht viel erreicht in seinem Leben. Sein Jurastudium hat er vor zwei Jahren abgebrochen und die Beziehung zu seiner Freundin nimmt er auch nicht allzu ernst. Viel lieber schlendert er durch die Straßen von Berlin und beobachtet das Leben in den Straßen.
Nikos liebgewonnenes Lotterleben scheint jetzt zu enden. Denn Vater Walter (Ulrich Noethen) überweist ihm fortan kein Unterhalt mehr und seine Freundin beendet die Beziehung. Niko lässt sich jedoch nicht beirren und macht was er am Besten kann - ziellos durch die Großstadt flanieren. Dabei lernt er so manche skurrile Person kennen. Darunter ist auch seine ehemalige Schulkameradin Julika (Friederike Kempter), die er nach Jahren zum ersten Mal wiedersieht und offensichtlich Interesse an ihm hat...
Jan Ole Gersters "Oh Boy" ist Komödie, Charakterstudie und Hommage an Berlin. Die Aufnahmen sind in schwarz-weiß gefilmt, was sowohl die Tragik der Figuren als auch die liebevoll in Szene gesetzten schmuddeligen Straßenecken und Bars der deutschen Hauptstadt unterstreicht. Die Unterlegung von stilvoller Jazzmusik trägt zu dieser Stimmung bei. Hauptdarsteller Tom Schilling verkörpert glaubwürdig den etwas introvertierten und aufmerksam beobachtenden Protagonisten. Allerdings wäre es interessant gewesen, etwas mehr über die Gründe seines Desinteresses am Weiterkommen der eigenen Person zu erfahren. Auch wenn dies beispielsweise als Folge eines zu strengen Vaters bruchstückhaft angedeutet wird, bleibt die Hauptfigur etwas zu oberflächlich.
Die Inszenierung sagt noch mehr über die Menschen aus, denen der Umherirrende begegnet. Figuren wie der aggressive Psychologe und der nicht ganz politisch-korrekte Schauspieler, der einen Nazi-Offizier verkörpert, sorgen für die komischen Momente. Andere hingegen haben eher traurige Geschichten zu erzählen. Gerade diese Mischung macht "Oh Boy" sehenswert. Berlin-Fans kommen sowieso auf ihr Kosten.
