| Originaltitel | Revision | |
| Genre | Dokumentarfilm | |
| Land & Jahr | Deutschland 2012 | |
| Kinostart | 13.09.2012 (Real Fiction Film) | |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 106 min. | |
| Regie | Philip Scheffner | |
| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
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Im Sommer 1992 findet ein Bauer auf einem Getreidefeld zwei Leichen. Ermittler finden heraus, dass es sich bei den Toten um Rumänen handelt. Sie wurden beim Versuch, die europäische Außengrenze zu überschreiten, von Jägern erschossen. Angeblich hielten diese sie für Wildschweine. Vier Jahre später beginnt der Prozess - doch wer den tödlichen Schuss abgegeben hat, kann nicht geklärt werden.
Aus Mangel an Beweisen werden die Angeklagten freigesprochen. 20 Jahre später rollt Regisseur Philip Scheffner den Fall wieder auf und rekonstruiert die Umstände. Dazu hat er alle auffindbaren Zeugen befragt und sich dabei - anders als die Justiz in den 1990er Jahren - auch an die Familien und Nachbarn der Toten gewandt.
Der in "Revision" thematisierte Fall ist einer von vielen, die sich entlang der europäischen Grenze seit den ausgehenden 1980er Jahre ereignet haben. Wie es im Presseheft zum Film heißt, kamen zwischen 1988 und 2009 insgesamt 14.687 Einwanderer beim Versuch ums Leben, in die europäische Union zu flüchten. Laut einer Statistik der Nichtregierungsorganisation NGO 'Fortress Europe' sei die Zahl seitdem um mehrere Tausend gestiegen.
Indem Regisseur Philip Scheffner sich in "Revision" zweier Schicksale annimmt, möchte er die Aufmerksamkeit auch auf die vielen anderen Opfer lenken. Denn in der medialen Geschichtsschreibung und selbst von der Justiz wird ihnen kaum Gehör verschafft. "Revision" ist der Versuch des Regisseurs, 'die offenen Enden" eines Falles 'aufzunehmen und die filmischen Möglichkeiten auszuloten, ihre Protagonisten als Akteure einer Geschichte zu verstehen. Einer Geschichte mit vielen Anfängen', so Scheffner.
