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© Farbfilm Verleih

Schönheit

OriginaltitelSchönheit
GenreDokumentarfilm
Land & Jahr Deutschland 2011
Kinostart04.10.2012 (farbfilm verleih)
FSK & Länge ab 0 Jahren• 81 min.
RegieCarolin Schmitz
Links IMDB
Bewertung (Skala: 1-10)
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Redaktion:5.0

Film: Inhalt

"Wahre Schönheit kommt von innen!" Diesen Satz würden die porträtierten Personen in Carolin Schmitz' Dokumentation "Schönheit" garantiert nicht unterschreiben. Alle eint die Erfahrung mindestens einmal beim Schönheitschirurgen unterm Messer gelegt zu haben. Die Gründe dafür sind allerdings sehr unterschiedlich. So macht sich die Karrierefetischistin Sorgen um ihre möglicherweise bald hängende Brüste.

Ein Friedhofsgärtner will hingegen keinen grimmigen Gesichtsausdruck mehr haben lässt sich deswegen die Augenbrauen anheben. Am verständlichsten von den vorgestellten Fällen ist in diesem Zusammenhang das Anliegen einer Frau, die sich nach einem großen Gewichtsverlust überschüssige Hautlappen entfernen lassen will. Aber bleibt es bei diesem medizinisch nachvollziehbaren Eingriff, oder werden weitere Operationen folgen, die nichts mehr mit dem ursprünglichen Anliegen zu tun haben?

Film: Kritik

Carolin Schmitz porträtiert in ihrer Dokumentation "Schönheit" mehrere Personen, die aus den unterschiedlichsten Gründen Schönheitsoperationen machen ließen. Gelungen beleuchtet sie deren Motivation und zeigt, dass sich diese auf zwei Hauptmotive reduzieren lässt: Entweder es wird operiert, weil es beispielsweise durch großen Gewichtsverlust einen großen Hautüberschuss gibt, der entfernt werden soll, oder weil die Betroffenen ihr Aussehen verbessern wollen, ohne dass es einen medizinischen Grund dafür gibt. Gemein ist den meisten Patienten, dass es meist nicht bei einer Operation bleibt, sondern mehrere Eingriffe gemacht werden. Dass dies auch an den Ärzten liegt, macht das Portrait des Friedhofsgärtners deutlich, in der dieser sagt: "Mein Arzt hat mich davon überzeugt, dass man auch bei den Tränensäcken etwas machen kann." Dieses Zitat entlarvt, dass Schönheitschirurgen nicht in erster Linie Wohltäter sind, sondern auch auf ihren Profit schauen.

Momente wie diese haben in "Schönheit" aber leider Seltenheitswert. Die Dokumentation bleibt viel zu lange an der Oberfläche und ist zu unkritisch. So wird nicht die Tatsache thematisiert, dass sich jeder Schönheitschirurg nennen kann, egal ob er dafür qualifiziert ist, oder nicht. Da der Begriff Schönheitschirurg im Gegensatz zum plastischen Chirurgen nicht geschützt ist, darf auch ein Zahnarzt Schönheitsoperationen durchführen. Zudem werden häufig auftretende Komplikationen unterschlagen oder Billig-Operationen im Ausland. Selbst der Fakt, dass durch Werbung und andere Medien den Menschen ein Schönheitsideal aufgezwungen wird, kommt nicht zu Sprache. Dies ist wirklich schade, da "Schönheit" die Motivation der Patienten gelungen darlegt und Ärzte zu Wort kommen lässt, welche die Techniken einer Brustvergrößerung oder einer Fettabsaugung gekonnt beschreiben.

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