
Unmittelbarkeit und direkt
Sehr's schönster und authentischster Film
Sie sind ein sehr ungleiches Paar, er, der Kleinkriminelle Jack (
Adrien Brody), und sie, die Studentin Claire (
Charlotte Ayanna), die in einem Kino jobt. Als sie aufeinander treffen, vom Schicksal geführt, da ist es Liebe auf den ersten Blick. Ein coup de foudre, der durch und durch geht, ein emotionaler Blitzschlag in beider Leben.
Szene aus: Love the Hard Way
Diese Liebe aber auch zu leben, das wird durch Jacks Flucht vor Gefühlen, vor sich selbst auch, erschwert, und durch seine "Tätigkeit": Er nimmt zusammen mit seinen Kompagnons Charlie (
Jon Seda) und Jeff (
August Diehl) Gäste in etablierten Hotels aus. Doch Linda (
Pam Grier), ihres Zeichens ein realer Cop, ist dem Gauner-Trio längst auf den Fersen. Und früher oder später muss Jack Claire wohl mit in die Abgründe dieser Welt ziehen...
Love the Hard Way
Nein, einordnen lässt er sich nicht wirklich, dieser Regisseur, geboren im Hessischen, in München und Paris lebend. Und das ist ja auch gut so. Nach stilistisch und genretechnisch so denkbar unterschiedlichen Filmen wie der Siegfried-Lenz-Adaption "
Das serbische Mädchen" (1991), dem international erfolgreichen "
Kaspar Hauser" (1993), und zuletzt der bei deutscher Kritik und deutschem Publikum durchgefallenen deutsch-französischen ménage à trois "
Obsession" (1997), ist nun "
Love the Hard Way" zweifelsohne
Peter Sehrs schönster, emotionalster, authentischster Film.