"Kein Wunder wenn man so viel tut, dass man am Abend gerne ruht" - unzählige Male hat Johannes Heesters diese Zeilen gesungen. Es ist 'sein' Stück "Heut geh' ich ins Maxim", Graf Danilos Auftrittslied aus Franz Lehárs Operette "Die lustige Witwe". Die Auftritte sind in den letzten Jahren selten geworden. Manchmal singt er es noch einmal. Wie gewohnt trägt er dann den weißen Schal zum schwarzen Anzug. Es ist die Uniform seines Alterswerks. Auch sonst ist sich Heesters treu geblieben: locker, unterhaltsam, ein wenig seicht und unpolitisch.
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Keiner hat das Image des Gentlemans so erfolgreich kultiviert, wie Cary Grant. Der Brite tritt stets außerordentlich gut gekleidet und korrekt gescheitelt auf. Zu seinen Filmpartnerinnen zählen Audrey Hepburn, Grace Kelly und Ingrid Bergman. Im wahren Leben ist er fünf Mal verheiratet. Grant ist einer der ersten Stars in Hollywood, die sich vertraglich nicht an ein Studio binden. Seine Karriere liegt komplett in seiner Hand. Er spielt in 74 Filmen den charmanten Frauenheld und bleibt als solcher unvergessen.
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Verbrechen, Korruption, Machtmissbrauch
Francesco Rosis Leidenschaft
Rosis Filme überzeugen bis heute mit ihrer explosiven Kraft, so Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. Sie gehören zu den Klassikern des politisch engagierten Kinos. 2008 wird der italienische Regisseur Francesco Rosi bei den 58. Filmfestspielen in der deutschen Hauptstadt mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet. Dies ist für den in Neapel geborenen Filmemacher nicht die erste Auszeichnung aus Berlin. Bereits 1962 erhielt Rosi den Silbernen Bären für die beste Regie von "Wer erschoß Salvatore G.?" Film und Preis brachten den internationalen Durchbruch.
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Vier Hochzeiten und ein Darsteller
Wechselhafter Rudolf Platte
Kino, Theater oder doch lieber ein Engagement beim Fernsehen? Diese Frage stellt sich Rudolf Platte während seiner über 55 Jahre andauernden Karriere wohl häufiger. Wirklich festlegen kann oder will er sich nie. Auch wenn es um die Frauen geht, hat der deutsche Schauspieler so seine Entscheidungsprobleme. Erst im vierten Anlauf überzeugt ihn Schauspielkollegin Georgia Lind, so dass er mit ihr gleich zwei Mal zum Altar schreitet.
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Der antikommunistische Märchenonkel
Denunziant Walt Disney
Märchenonkel der amerikanischen Nation - Walt Disney begeistert Kinder und Erwachsene mit seinen fantastischen Trickfilmen. Der mehrfach Oscar-prämierte Filmemacher hat auch eine unschöne, moralisch fragwürdige Seite. Vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe denunziert Disney in den 1940er Jahren Mitarbeiter und Kollegen und bezichtigt sie kommunistischer Machenschaften.
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Mime in tiefen Tälern
Die Irrwege des Heinrich George
Ohne die Schule mit dem Abitur abzuschließen, geht Heinrich George seinen eigenen, äußerst eigenwilligen und umstrittenen Weg. Schauspieler will er werden und so nimmt er in Stettin Schauspielunterricht. Der Erfolg gibt ihm Recht. Die Karriere des aufstrebenden Mimen führt ihn auf die Bühne, zum Stummfilm und dem Tonfilm der 1930er Jahre. Schließlich erliegt George - zunächst ein Sympathisant der kommunistischen Idee - den Verlockungen der Propagandamaschinerie Joseph Goebbels und wird von diesem zum Staatskünstler ernannt.
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