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In Sölden entsteht "Die Geierwally"
Der gesamte Ort hilft mit
Hans Steinhoff dreht einen neuen Film! Zur Zeit entsteht im Ötztal der Bauernfilm "
Die Geierwally". Die aufwendige Produktion erfordert den Einsatz der gesamten Dorfbevölkerung Söldens. Die stellt bereitwillig ihr Hab und Gut zur Verfügung. Schließlich erhält man nicht oft die Chance, an so etwas Großem beteiligt zu sein.
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Winnie Markus genießt die Dreharbeiten zu "Die Geierwally"
Dreharbeiten im Hochgebirge
Reisenden und Bewohnern des Ötztals wurde in den vergangenen Wochen einiges geboten. Wie
Der Stern im Dezember 1939 berichtet, wurde in Sölden Tag und Nacht repariert und gebaut. Für "
Die Geierwally" mussten die alten Tiroler Bauernhäuser teilweise renoviert werden, teilweise entstanden sogar neue Häuschen. Die Einwohner unterstützten das Filmteam mit allen Kräften und stellten ihnen ihre alten Bauernstuben und Ställe als Kulisse bereit. Grelles Scheinwerferlicht und dicke Kabel durchzogen die Wiesen bis zu den höher gelegenen Almen der Bergregion.
Für die Schauspieler war der Dreh ein echter Glücksfall. Sie mussten nicht wie sonst in einem stickigen Studio arbeiten, sondern konnten die frische Hochgebirgsluft und die 'Höhensonne' genießen. Die freien Stunden boten ihnen die Gelegenheit, sich auf den verschneiten Wiesen zu amüsieren.
Die Hauptfigur der Romanze um die sture Geierwally wird von
Heidemarie Hatheyer verkörpert.
Sepp Rist gibt den "Bärenjoseph", in den sich die Geierwally Hals über Kopf verliebt. Eine große Zukunft steht hoffentlich der Nachwuchsschauspielerin
Marta Salm ins Haus. Sie gibt die Obermagd Nani und genießt vor Ort vor allem die landestypische Kost in Form von Apfelstrudel.
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Adalbert Schlettow treibt seine Späße mit dem Filmhund
Ein begehrter Filmstoff
Im Laufe der Jahre wurde "
Die Geierwally" mehrmals verfilmt. Grundlage war immer der trivialliterarische Roman von
Wilhelmine von Hillern. Dieser erschien 1875 und war ein großer Erfolg. 1921 ließ der Regisseur
Ewald André Dupont den beliebten Stoff erstmals für die Leinwand adaptieren. In der Rolle der Titelheldin war der Stummfilmstar
Henny Porten zu sehen. 20 Jahre später versuchte sich
Hans Steinhoff an einem Remake.
Mitte der 1950er Jahre gab es eine weitere Neuauflage von Franz Cap, mit
Barbara Rütting in der Titelrolle. 2004 war
Christine Neubauer in einer ARD-Verfilmung als resolute Geierwally zu sehen. Der über ein Jahrhundert alte Plot um die Bauerstochter, die für ihre Liebe und damit gegen ihren strengen Vater kämpft, scheint die Zuschauer auch heute noch anzusprechen.