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Geheimagent vervielfacht
James Bond-Parodie
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Casino Royale
Persiflage auf Persiflage
"
Casino Royale" ist eine Parodie auf die bisher erschienenen Bond-Filme.
Ian Flemings erster Roman über den britischen 00-Agenten bietet nur eine lose Vorlage. Allein die Filmszenen im Casino, in denen
Peter Sellers als einer von vielen Bonds gegen "Le Chiffre"
Orson Welles antritt, stimmen weitgehend mit dem Roman überein. Feind des britischen Empires ist dieses Mal eine Geheimorganisation namens
SMERSH.
Wie immer wird das ganze Universum von einer dunklen Macht bedroht. Das ist auch der Grund, warum der pensionierte Geheimagent James Bond (
David Niven) reaktiviert wird. Um ihn zu einer Rückkehr zu überzeugen, wird kurzerhand sein Haus in die Luft gesprengt. Bei dieser Aktion stirbt versehentlich M, Bonds Chef. Um die Gegner zu verwirren, schmiedet James Bond einen genialen Plan: Von jetzt an tragen einfach alle britischen Agenten den Namen Bond.
Was folgt ist ein Feuerwerk von Absurditäten. Aus Western-Filmen stürmen US-Kavallerie und Sioux-Indianer heran, und Polizisten aus Stummfilmen prügeln in Slapstick-Manier. Die bisherigen Bond-Filme waren selbst schon Persiflagen auf die Romane Ian Flemings. Das doppelte Persiflieren wirkt bemüht komisch.
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Casino Royale
Chaotische Dreharbeiten
Der Roman zu "
Casino Royale" erschien 1953. Schon ein Jahr später wurde der Stoff für einen Fernsehfilm adaptiert.
Barry Nelson verkörperte damals den ersten James Bond der Film- und Fernsehgeschichte,
Peter Lorre agierte als Bösewicht Le Chiffre. 1959 brachten die Produzenten
Harry Saltzman und
Albert R. Broccoli "
James Bond 007 jagt Dr. No" in die Kinos.
An diesem Kassenerfolg wollte Produzent
Charles K. Feldman mit der Persiflage "Casino Royale" anschließen. Unstimmigkeiten zwischen Schauspielern und ständig wechselnde Regisseure sowie chaotische Änderungen am Drehbuch machten die Dreharbeiten zu einem Abenteuer. Wie
Der Spiegel am 1. Januar 1968 meldet, werkelten insgesamt sieben Regisseure und neun Drehbuchautoren an der Persiflage. Das vorgesehene Budget verdoppelte sich auf zwölf Millionen US-Dollar, die Dreharbeiten dauerten Monate länger als geplant. Erst am Schneidetisch entstand eine einigermaßen stringente Handlung. Nach dieser chaotischen Aktion war Feldmans Ruf ruiniert. Er starb ein Jahr später.