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Claudette Colbert: Cleopatras Aufstieg
Erfolg auf ganzer Linie
Wir schreiben das Jahr 1934. Es gehört schon sehr viel Talent dazu, wenn man sich als US-Star auf deutschen Leinwänden durchsetzt. In Amerika erfolgreich zu sein, bedeutet nicht automatisch, dass einem auch das deutsche Publikum zu Füßen liegt.
Claudette Colbert, eine amerikanisch-französische Schauspielerin hat es jedoch geschafft. Sie ist sowohl in Hollywood als auch in Deutschland gleichermaßen berühmt und beliebt. Die
Filmwelt widmet ihr in der Ausgabe am 11. März 1934 einen Artikel.
Großes Talent im amerikanischen Film
In Frankreich geboren, kam sie bereits im Kindesalter nach Amerika. Ursprünglich wollte sie Malerin werden. Nach der Ausbildung klappte es jedoch nicht mit dem Geldverdienen. So gab sie nebenbei Französisch-Unterricht. Anne Morrison, einer amerikanischen Theaterautorin, verdankt
Claudette Colbert ihre Entdeckung. Diese engagiert das junge Talent als Statistin im Broadway-Stück "Die wilden Westsotts". Auf Anraten von Fachleuten, sie solle gänzlich zur Bühne gehen, nimmt Colbert Sprech- und Gesangsstunden. Nur zwei Jahre später gehörte sie zu den gefragtesten Broadway-Darstellerinnen.
Nach einem kurzen Ausflug in den Stummfilm, kehrte sie jedoch wieder zur Theaterbühne zurück. Ihre große Filmkarriere begann mit der Hauptrolle in "Im Zeichen des Kreuzes". Und mit ihrer Stimme erweicht sie die kältesten Herzen im Publikum. Heute gehört sie zu den wenigen großen Persönlichkeiten im amerikanischen Film.
Cleopatra als Schwerverdienerin
Im Jahre 1934 übernahm
Claudette Colbert unter
Cecil B. DeMille die Rolle der
Cleopatra in der gleichnamigen Verfilmung. Das Drama wurde sogleich mit einem
Oscar ausgezeichnet. Ein Jahr später verließ sie jedoch ihre bisherige Produktionsfirma
Paramount Pictures und ging zu
Columbia, da sie dort mit rund 50.000 US-Dollar das Doppelte ihres bisherigen Gehalts erhielt. 1936 verdiente die damals 33-Jährige bereits rund 300.000 Dollar pro Film und war somit der höchstbezahlte weibliche Filmstar des Landes.