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Marilyn Monroe
Marilyn Monroe hinterlässt bleibenden Eindruck

Hollywoods Ritterschlag

Obwohl Jane Russell dunkelhaarig ist, gehört der Film "Blondinen bevorzugt" zu ihren größten Erfolgen. Gemeinsam mit Filmpartnerin Marilyn Monroe wird ihr nun eine ganz besondere Ehre zuteil: Vor dem berühmten Grauman's Chinese Theatre dürfen beide ihre Fuß- und Handabrücke im Beton hinterlassen. Der Abdruck gilt als Hollywoods Ritterschlag.
Von  André Weikard/Filmreporter.de, 15. August 2012

Jane Russell auf den Knien

Jane Russell auf den Knien

Zwischen Havilland und Knef
Die Zeitschrift Quick mutmaßt am 23. August 1953, die beiden Schauspielerinnen könnten nach einer solchen Ehre wohl mit höheren Gagen rechnen. Kaum zu glauben, schließlich munkelt man, dass Marilyn Monroe für ihre Arbeit bereits jetzt 1.250 US-Dollar erhält - pro Woche! Der naiv-schüchterne Charme der lasziven Schönheit lockt die Besucher scharenweise ins Kino. In jedem Fall befinden sich die Abdrücke der beiden Schönheiten in bester Gesellschaft.

1952 signierte Olivia de Havilland den Boden, im Jahr davor durften sich die Deutsche Hildegard Knef und der Österreicher Oscar Werner im Beton verewigen. So prominente Persönlichkeiten sorgen auch in Hollywood für einen gehörigen Menschenauflauf. Tausende sahen zu, als Jane und Marilyn, beide im weißen Kleid, auf die Knie gingen und ihre Namen in den weichen Beton schrieben.

Marilyn Monroe in "Misfits: nicht gesellschaftsfähig"

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Mythos Monroe
Tatsächlich stiegen Marilyn Monroes Gagen auf über 200.000 Dollar pro Film. Jane Russell, die für ihren ersten Film, den Western "Geächtet" (1943), gerade einmal 50 Dollar die Woche erhielt, brachte es auf noch weit höhere Beträge. Dabei mag ein Händeabdruck auf Hollywoods Walk of Fame eine geringere Rolle gespielt haben als die Faszination von der Schönheit der beiden Sexsymbole.

Marilyn Monroe, die sehr darunter litt, auf ihre Erscheinung reduziert zu werden und 1962 Selbstmord beging, erlebte ihre Stilisierung zur Pop-Ikone nur in den Anfängen mit. Andy Warhol hat mit seinen Siebdrucken sicher mehr dafür getan, den Mythos Monroe für die Ewigkeit zu zementieren, als der Fuß- und Handabdruck im Belag des Bürgersteigs.
André Weikard/Filmreporter.de - 15. August 2012
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