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Szene aus "Was wird hier gespielt?"
Regisseur, Autor und Hauptdarsteller

Theo Lingen dreifach beschäftigt

Dass Theo Lingen ein Naturtalent ist, das wissen wir schon lange. Nun aber brilliert er in seinem neuen Film gleich als Dreigespann: als Autor, als Spielleiter und als Hauptdarsteller. Das Projekt nennt sich "Was wird hier gespielt?". Die Idee kam Lingen während einer Theateraufführung, als er sich im Schrank versteckte.
Von  Andrea Niederfriniger/Filmreporter.de, 14. September 2012

Theo Lingen muss in den Wandschrank

Theo Lingen muss in den Wandschrank

Heimlicher Geliebter in Wandschrank
In der Juniausgabe 1939 berichtet Der Stern über die Entstehungsgeschichte der unterhaltsamen Kriminalgeschichte. Vor neun Jahren stand Theo Lingen im Berliner Schillertheater in Georges Courtelines Stück "Bourbouroche" auf der Bühne. Er spielte damals die Rolle des heimlichen Geliebten und musste sich stets im luxuriös ausgebauten Wandschrank verstecken, wenn der eifersüchtige Ehemann nach Hause kam. Während einer solchen Szene kam ihm plötzlich die Idee, was wohl passieren würde, wenn der Geliebte nicht mehr aus dem Schrank gelassen würde.

Nun, neun Jahre später ist das Drehbuch zu dieser Idee fertig. Das Stück kann gewissermaßen als Fortsetzung von "Bourbouroche" gesehen werden. Theo Lingen ließ es sich natürlich nicht nehmen, die amüsante Hauptrolle des im Schrank eingesperrten heimlichen Geliebten selbst zu spielen. Das Ergebnis kann ab dem 19. Juli in deutschen Kinos begutachtet werden.

Szene aus "Was wird hier gespielt?"

Szene aus "Was wird hier gespielt?"

Wenig Zeit und viel Arbeit
Ob Theo Lingens dritte Regiearbeit von Erfolg gekrönt war, ist heute leider nicht mehr festzustellen. Die Arbeit auf dem Chefsessel machte ihm jedoch großen Spaß. Rund 20 weitere Filme entstanden unter seiner Regie. Unübertroffen ist jedoch seine Arbeit als Schauspieler. Bis Ende der 1970er Jahre war er in mehr als 200 Filmen und Fernsehspielen zu sehen. Dazu kommen seine zahlreichen Theateraufführungen. Viel Zeit für heimliche Affären wie seine Filmfigur in "Was wird hier gespielt?" hatte er dabei wahrscheinlich nicht.
Andrea Niederfriniger/Filmreporter.de - 14. September 2012
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