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Tochter kontrolliert "Liebe dumme Mama"
Luise Ullrich resolut
Töchter sind es gewohnt, dass Mütter bei der Wahl des Zukünftigen gerne ein Wörtchen mitreden. Da kommt man schon auf merkwürdige Gedanken und stellt sich vor wie es wäre, wenn man es der Mutter auf ähnliche Weise heimzahlen könnte. In dieser verkehrten Welt ist
Carl Boeses neuester Film "
Liebe dumme Mama" angesiedelt. Das Magazin
Filmwelt berichtet am 30. Juni 1934 über den turbulenten Liebesreigen. Dafür erhielt unser Reporter die Erlaubnis, den Dreharbeiten im Geiselgasteig beizuwohnen.
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Luise Ullrich
Chaos im Familienhotel
Als ich am Filmset eintreffe, platze ich mitten in eine Szene mit
Luise Ullrich und
Gustav Waldau. Waldau hat die Rolle eines Gutsbesitzers namens Heiderich inne, dessen Sohn Leo (
Hermann Thimig) sich in die Mutter von Luise Ullrich verguckt hat. Diese ist darüber alles andere als glücklich. Schließlich haben sie und ihre Mutter vom verstorbenen Vater ein Hotel geerbt und große Verantwortung. Da darf kein Hallodri in die Familie einheiraten.
Zunächst sollen einmal die Vermögensverhältnisse geklärt werden. Und das gedenkt die junge Hotelerbin am besten über den Vater des Auserwählten ihrer Mutter erledigen zu können. So sitzt sie dem alten Herrn nun in ihrer einschüchternden Art gegenüber und fordert von ihm die Offenlegung der Familienfinanzen. Derweil herrscht in einem nebenan gelegenen Atelier großer Aufruhr. Aufgebrachte Hotelgäste bedrängen den Direktor (
Theo Lingen), weil alle über Nacht zum Putzen vor die Tür gestellten Schuhe spurlos verschwunden sind.
Wie soll er aus der Nummer wieder herauskommen? Da ich das Manuskript nicht kenne, werde ich die Zusammenhänge des Films wie unsere Leser wohl auch erst verstehen, wenn der Film in den Lichtspielhäusern gezeigt wird.
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Theo Lingen
Resolut und zielstrebig
Luise Ullrich begann schon im Alter von 14 Jahren mit ihrer Ausbildung zur Schauspielerin. 20-jährig zog es die geborene Wienerin nach Berlin. Einem kurzen Intermezzo an der Berliner Volksbühne folgte ein Engagement am Staatstheater Berlin, von wo aus Ullrich den Sprung zum Film schaffte. 1932 stand sie neben
Luis Trenker für "Der Rebell" vor der Kamera, ein Jahr später neben
Paul Hörbiger und
Magda Schneider in "
Liebelei".
Im Laufe ihrer Karriere wirkte sie in 50 Filmen mit, ab den 1960er Jahren war sie vor allem dem Fernsehpublikum ein Begriff. Nebenher schrieb sie einige Romane, die aber kaum Beachtung fanden. Luise Ullrich starb 1985 in München.